Der Verdacht auf eine Gefängnismeuterei in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Siegburg hat sich bislang nicht bestätigt. Nach Angaben des NRW-Justizministeriums fand die Polizei auf keinem der vier beschlagnahmten Handys Hinweise auf einen geplanten Aufstand der Gefangenen.
Häftling gab Informationen preis
Hohe Mauern und Stacheldrahtzaun sichern das Gelände der JVA Siegburg.
Ein Häftling hatte von Plänen für einen Gefangenenaufstand berichtet. Das hatte in der vergangenen Woche einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Beamte durchsuchten jede einzelne Zelle - und fanden vier verbotene Handys. Auch die Whatsapp-Gruppe, in der angeblich 270 aktuelle und ehemalige Insassen den Aufstand geplant hätten, fanden die Ermittler nach Angaben des Justizministeriums auf den Geräten nicht.
Meuterei live im Internet
Der Informant hatte auch ausgesagt, dass Gefangene die Meuterei mit Handys hätten filmen und über die Plattform TikTok verbreiten sollen. Dafür fanden sich offenbar ebenfalls keine Hinweise.
Korrupte Vollzugsbeamte?
Neben der angeblichen Meuterei hatte der Informant auch von zwei Vollzugsbeamten gesprochen, die sich angeblich bestechen ließen - allerdings nannte er dabei keine Namen. Die internen Ermittlungen der JVA Siegburg und die der Polizei dauern weiter an.
Unsere Quellen:
- Deutsche Presse-Agentur dpa
Sendung: WDR.de, Keine Hinweise auf Gefangenenaufstand, 30.07.2026, 17:32 Uhr