Pünktlich zum warmen Wochenende wurde der Rotter See wieder zum Baden freigegeben. Nachdem dort am Freitag, den 17. Juli 2026, tote Enten im Wasser gefunden wurden, hatte die Stadt Troisdorf den See nach Abstimmung mit der unteren Wasserbehörde gesperrt. Eine Ente und zwei junge Schwäne konnten noch lebend gerettet werden. Die toten Wasservögel wurden von Feuerwehr und Ordnungsamt eingesammelt.
Eine Wasserprobe sei nun unauffällig gewesen und in der letzten Woche wurde kein weiteres totes Tier gefunden. Laut Rhein-Sieg-Kreis bestehe also keine Gefährdung mehr für Mensch und Tier. Die Kadavar werden allerdings noch weiter untersucht. Das Ergebnis steht noch aus.
Haben Hitzekeime den Tod verursacht?
Es besteht der Verdacht, dass die Enten an Botulismus gestorben sind. Das ist eine bei Wasservögeln oft tödlich verlaufende Vergiftung, die zu den heißen Temperaturen der vergangenen Wochen passen würde.
Denn bei hohen Temperaturen und Sauerstoffmangel vermehren sich Keime in Kadavern oder anderem organischen Material und produzieren ein starkes Nervengift. Die Enten könnten dieses Gift bei der Nahrungssuche aufgenommen haben.
Keine anderen Fälle bekannt
Nach Recherchen des WDR sind bisher keine weiteren Fälle im Rhein-Sieg-Kreis oder auch im Raum Aachen, Köln oder Bonn bekannt.
Unsere Quelle:
- Stadt Troisdorf
Sendung: WDR.de, Kranke Wasservögel am Rotter See in Troisdorf, 20.07.2026, 12:51 Uhr