Hombrucher Kita kämpft mit Müll und Exkrementen rund um das Gelände

Lokalzeit aus Dortmund 01.10.2025 02:38 Min. Verfügbar bis 01.10.2027 WDR Von Kristin Trüb

Hombrucher Kita kämpft mit Müll und Exkrementen rund um das Gelände

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Eigentlich soll es ein sicherer Ort zum Spielen sein: Das Außengelände der evangelischen Kita am Hombrucher Marktplatz in Dortmund. Doch in letzter Zeit finden die Erzieherinnen hier regelmäßig Müll, Glasscherben – und sogar menschliche Exkremente.

Von Kristin Trüb

Jeden Morgen macht eine Erzieherin aus dem Kita-Team einen Rundgang, bevor die Kinder raus dürfen. Denn rund um das Gelände liegen Glasscherben, Bierflaschen, Zigarettenkippen oder Damenhygieneartikel. Auch Fäkalien wurden entdeckt. Eine Erzieherin beobachtete mitten am Tag, wie ein Mann in der Hecke seine Hose herunterzog, um sich dort zu erleichtern.

"Früher war das eine kleine Oase"

Porträt Magrit Schneider

Margit Schneider leitet die Kita in Hombruch

Kita-Leiterin Margit Schneider ist besorgt: "Früher war das hier eine kleine Oase der Glückseligkeit. Das ist nicht mehr so." Immer häufiger beobachte sie mit ihrem Team, wie obdachlose Menschen direkt neben der Kita ihren Schlafplatz einrichten. Dass die Menschen einen Platz zum Schlafen brauchen, dafür habe man Verständnis. Dennoch stelle die Situation eine große Herausforderung dar.

Laut Bastian Pütter vom Straßenmagazin bodo e.V. ist diese Entwicklung wenig überraschend. Die Zahl der Wohnungslosen steige seit Jahren, und weil sie aus der Dortmunder Innenstadt zunehmend verdrängt würden, würden viele auf Stadtteile wie Hombruch ausweichen. "Wir kriegen aus allen Stadteilen immer wieder Meldungen und Fragen, wie man mit dem Problem umgehen soll." erzählt Pütter.

Fehlende Toiletten sind ein Problem

Eine Ecke neben dem Kitagelände

Hier schlafen nachts Obdachlose

Direkt neben der evangelischen Kita in Hombruch ist der Marktplatz – allerdings ohne öffentliche Toilette. Die nächste ist rund fünf Minuten entfernt und kostet 50 Cent. Geld, das viele wohnungslose Menschen nicht haben, erklärt Pütter. Außerdem sei der Weg vor allem nachts unzumutbar, da die Betroffenen dazu ihre Sachen zusammenpacken und ihr sicheres Lager aufgeben müssten. Das führe dazu, dass viele ihre Notdurft dort verrichten, wo sie gerade übernachten.

Kita wünscht sich Unterstützung

Das Ordnungsamt stuft Hombruch bislang als unauffällig ein und ist nur unregelmäßig vor Ort. Kita-Leiterin Schneider und ihr Team wünschen sich mehr Unterstützung durch die Stadt, damit sich die Kinder und alle anderen rund um die Kita wieder sicher und wohl fühlen können.

Unsere Quellen:


  • Margit Schneider, Kita-Leitung in Dortmund Hombruch
  • Stadt Dortmund, Ordnungsamt
  • Bastian Pütter, Redaktionsleiter Straßenmagazin Bodo e.V.
  • Reporterin vor Ort

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