Mit Glocken und Kerzen: Duisburg erinnert an Loveparade-Katastrophe

Lokalzeit aus Duisburg 24.07.2025 03:13 Min. Verfügbar bis 24.07.2027 WDR Von Michael Jung

Mit Glocken und Kerzen: Duisburg erinnert an Loveparade-Katastrophe

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Mit Glockenschlägen am Donnerstag und einem Meer aus Kerzen am Mittwoch wurde der vielen Toten und Verletzten der Loveparade-Katastrophe vor 15 Jahren gedacht. Die Zukunft der "Nacht der 1.000 Lichter" ist unklar.

Zum 15. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe in Duisburg ertönten am Donnerstag um 17 Uhr Glockenschläge, exakt zur gleichen Stunde an dem 24.07.2010 bei dem Techno-Event 21 Menschen in einem Gedränge ums Leben gekommen waren. Hunderte wurden damals verletzt.

Meer aus Kerzen am Unglücksort

Wie in den vergangenen Jahren markiert am Vorabend auch diesmal die sogenannte "Nacht der 1.000 Lichter" den Anfang des Gedenkens – ein Meer aus Kerzen an dem Ort, am dem am so viele junge Menschen ihr Leben verloren oder körperlich und seelisch verletzt wurden. Die öffentliche Gedenkveranstaltung begann um 18 Uhr. Heute gab es dann am gleichen Ort im Karl-Lehr-Tunnel die eigentliche öffentliche Gedenkfeier. Beide Veranstaltungen finden dieses Jahr wohl zum letzten Mal in dieser Form statt.

Hintergrund: Bisher hat die Opferstiftung "Duisburg 24.07.2010" die öffentlichen Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag organisiert und im Falle der "Nacht der 1.000 Lichter" entscheidend mitorganisiert. Die Stiftung war allerdings von vornherein auf Zeit angelegt und löst sich Ende des Jahres satzungsgemäß auf. Wie es dann mit dem öffentlichen Gedenken weitergeht, ist bislang unklar.

"In welcher Form das Gedenken in Zukunft weitergeführt wird, liegt nun in den Händen der Stadt Duisburg, deren Mitarbeiter der Stiftung immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben", heißt es in einer Mitteilung der Stiftung. Fest steht: Die Gedenkstätte am Unglücksort soll weiter bestehen bleiben. Erst kürzlich hat die Stiftung hier zwei Tafeln mit QR-Codes angebracht. Hier können sich Interessierte per Smartphone über die Geschehnisse während und nach der Loveparade informieren.

Nicht-Öffentlicher Gottesdienst für Angehörige

Unabhängig vom öffentlichen Gedenken organisierte die Stadt einen nicht-öffentlichen Gottesdienst, zu dem Angehörige der Todesopfer geladen waren. Erwartet wurden Angehörige aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Spanien, China und Australien.

Unsere Quellen:

  • Stiftung Duisburg 24.07.2010
  • WDR-Recherchen

Duisburg: Gedenken zum 15. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe

WDR Studios NRW 23.07.2025 04:17 Min. Verfügbar bis 22.07.2027 WDR Online

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