Loveparade-Gedenkfeier: Was sich ändert
Lokalzeit aus Duisburg . 17.07.2025. 02:35 Min.. Verfügbar bis 17.07.2027. WDR. Von Petra Vennebusch.
Die "Nacht der 1.000 Lichter", die Gedenkveranstaltung zur Loveparade-Katastrophe 2010, wird in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden. Bisher wurden jedes Jahr am Vorabend der Loveparade 2010, also am 23. Juli, im Duisburger Karl-Lehr-Tunnel Kerzen angezündet und den Opfern gedacht.
Zehn Jahre lang stand die Stiftung "Duisburg 24.7.2010", die das Gedenken veranstaltete, Opfern und Hinterbliebenen mit Seelsorgern zur Seite, hatte Therapien bezahlt und jahrelang den Prozess vor dem Duisburger Landgericht begleitet.
Die Stiftung hatte von vornherein ein Ablaufdatum. Denn sie ist eine Verbrauchsstiftung, die für zehn Jahre gedacht war. Jürgen Widera von der Stiftung "Duisburg 24.7.2010" betont, dass Gedenktreffen in Zukunft natürlich weiter stattfinden können, nur eben ohne Rahmen.
"Nacht der 1.000 Lichter" als letzter Gedenktag in dieser Form
Am Donnerstag wünschten sich die Angehörigen und Opfer ein stilleres, nicht-öffentliches Gedenken. Für die Angehörigen sei die nicht-öffentliche Andacht in der Salvatorkirche am 24. Juli ohnehin der wichtigere Gedenktag, weil an dem Tag die Loveparade auf dem Gelände am Duisburger Bahnhof 2010 stattfand.
Ob es in Zukunft andere Loveparade-Gedenkveranstaltungen geben wird, ist noch nicht klar. Die Stadt Duisburg sei im Austausch mit der Stiftung. Die Ausrichtung einer möglichen neuen Veranstaltung läge aber künftig in städtischer Hand.
Die Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel gibt es auch weiter. Selbst dann noch, wenn dort das geplante Neubaugebiet in wenigen Jahren errichtet wird und Familien wohnen.
Unsere Quellen:
- Jürgen Widera, Stiftung "Duisburg 24.7.2010"
- Stadt Duisburg