1.700 HKM-Beschäftigte müssen gehen
WDR. 00:52 Min.. Verfügbar bis 20.07.2028.
Am Montag hat die IG Metall erste Details zum neu vereinbarten Sozialtarifvertrag bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann in Duisburg mitgeteilt. Demnach werden nur 1.700 statt wie bisher angenommen 2.000 Arbeitsplätze bei HKM wegfallen. Klar ist: Für den größten Teil der Belegschaft wird der letzte Arbeitstag der 30. Juni 2029 sein.
Freiwillige gesucht
Doch HKM sucht Beschäftigte, die bereits vorher über Abfindungs- und Übergangsmodelle ausscheiden würden. Es geht um circa 500 Arbeitsplätze, die schon zum 1. Oktober dieses Jahres wegfallen werden. Dann schaltet HKM einen der beiden Hochöfen in Duisburg-Hüttenheim ab.
Das Ende des zweiten Hochofens ist für den Herbst in drei Jahren geplant. Zeitgleich will die neue HKM-Besitzerin, die Salzgitter AG, den größten Elektrolichtbogenofen Deutschlands in Betrieb nehmen. Kosten: etwa eine Milliarde Euro. Dafür stellen Bund und Land insgesamt 200 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung.
2.200 Arbeitsplätze gesichert
Diese öffentliche Förderung hatte Salzgitter AG zur Bedingung gemacht, um den Erhalt des Duisburger Werks langfristig zu sichern. So können insgesamt 2.200 Arbeitsplätze dort und am Mülheimer Standort erhalten bleiben.
In dem nun ausgehandelten Sozialtarifvertrag haben die Tarifpartein konkrete Regelungen zu Abfindungen, Altersteilzeit und weiteren Ausstiegsmodellen vereinbart. Über Details dazu habe man jedoch Stillschweigen vereinbart, so IG-Metall-Geschäftsführer Karsten Kaus auf WDR-Anfrage. Er betonte, dass "für die Gewerkschaft die soziale Absicherung der Beschäftigten im Mittelpunkt stehe".
Unsere Quellen:
- Telefonat mit IG Metall Duisburg-Dinslaken
Sendung: WDR.de, 1.700 HKM-Beschäftigte müssen gehen, 20.07.2026, 17:30 Uhr