Gericht stoppt vorerst den Bau einer Abfalldeponie in Duisburg

Bildquelle: WDR/Anke Ricklefs

3 Min. Verfügbar bis 22.12.2027

Gericht stoppt vorerst den Bau einer Abfalldeponie in Duisburg

Stand:

Mehr als fünf Millionen Tonnen Bauschutt sollen in Duisburg-Baerl gelagert werden. Das OVG hat das vorerst untersagt.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte im vergangenen Jahr ihre Genehmigung für den Bau der Deponie Lohmannsheide in Duisburg-Baerl angekündigt. Dies sei möglicherweise rechtswidrig, wie das Oberverwaltungsgericht in Münster nun feststellt.

Unter anderem stehen noch einige bergrechtliche Prüfungen aus. Dabei geht es um die Frage, ob durch die Nutzung das Grundwasser gefährdet wird.

BUND klagt dagegen

Unabhängig davon liegen zahlreiche Klagen gegen die Nutzung der Halde zwischen Duisburg und Moers als Abfalldeponie vor. Unter anderem hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt. Der Betreiber der Deponie wollte schon vor der Entscheidung über die erhobenen Klagen mit dem Bau beginnen.

Laut Oberverwaltungsgericht müssen zunächst notwendige Betriebspläne durch die Bezirksregierung Arnsberg genehmigt werden. Arnsberg ist auch im Ruhrgebiet die zuständige Berg- und Bodenbehörde.

OVG: Standorteignung umfangreicher prüfen

Außerdem habe die Bezirksregierung Düsseldorf nicht im erforderlichen Umfang untersucht, ob der Standort für eine Deponienutzung geeignet ist oder Sanierungsarbeiten erforderlich sind.

Gericht stoppt vorerst den Bau einer Abfalldeponie in Duisburg

WDR Studios NRW 19.12.2025 42 Sek. Verfügbar bis 19.12.2027 WDR Online

Quellen:

  • Oberverwaltungsgericht Münster

Sendung: WDR 2, Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 19.12.2025, 15:31 Uhr

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