Ärger um Dauerparker an S-Bahn-Stationen im Duisburger Süden

WDR 01:45 Min. Verfügbar bis 16.06.2028

Kostenlos Parken am Flughafen Ärger um Dauerparker im Duisburger Süden

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In Duisburg-Rahm wird Parken knapp: Am S-Bahnhof stehen wochenlang Autos mit auswärtigen Kennzeichen - offenbar von Flugreisenden.

Von Janifer Nissing, Torben Wiedenhaupt

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Flug, Mietwagen und Unterkunft treiben die Kosten für den Sommerurlaub 2026 oft ohnehin in die Höhe. Viele Reisende verzichten deshalb auf teure Parkgebühren am nahen Flughafen Düsseldorf und weichen auf günstigere oder sogar kostenlose Stellplätze in der näheren Umgebung aus. Das spüren aktuell vor allem Anwohner im Süden Duisburgs. Vor allem an Park-and-Ride-Plätzen rund um die S-Bahn-Stationen kommt es immer häufiger zu Engpässen.

Hohe Parkkosten am Flughafen als möglicher Grund

Ein möglicher Auslöser für das Verhalten: die teuren Parkgebühren am Düsseldorfer Flughafen. Wer dort sein Auto für zwei Wochen abstellt, muss laut Vergleichsportalen mit rund 100 bis 170 Euro rechnen. Für einige Reisende könnte es deshalb attraktiv sein, ihr Fahrzeug im Duisburger Süden kostenlos abzustellen und mit der Bahn wenige Minuten weiterzufahren.

Anwohner sind sich uneins

Unter den Anwohnern gehen die Meinungen auseinander. Kirsten Schwoerer ist Erzieherin in einer Kita in der Nähe der Station Duisburg-Rahm. Sie empfindet die Parksituation täglich als belastend:

"Manchmal stehen die Autos hier drei oder vier Wochen - da wird es noch schwieriger, einen Parkplatz zu finden." Kirsten Schwoerer, Kita-Erzieherin in Duisburg-Rahm

Andere Anwohner sehen das entspannter. Eine Bewohnerin berichtet, dass ihr die auswärtigen Kennzeichen zwar ebenfalls aufgefallen seien - aus ihrer Sicht habe das Problem zuletzt aber eher abgenommen. Gleichzeitig zeigt sie Verständnis für die Autofahrer: "Die Preise fürs Parken am Flughafen sind einfach sehr hoch."

CDU spricht von Zweckentfremdung

Die CDU-Bezirksvertretung Duisburg-Süd sieht Handlungsbedarf. Ein entsprechender Antrag wurde bereits beschlossen. Ziel ist es, die Situation prüfen zu lassen und mögliche Maßnahmen gegen Dauerparker zu entwickeln. Aus Sicht der Partei werden die Park-and-Ride-Flächen zunehmend zweckentfremdet. Gerade in Ferienzeiten seien Fahrzeuge mit Kennzeichen aus umliegenden Kreisen und sogar aus den Nachbarländern aufgefallen, die über längere Zeit parkten.

"Das ist nicht nur für die direkten Anwohner ein Problem, sondern auch für die Menschen, die tagtäglich pendeln." Daniel Kegler, Mitglied CDU-Fraktion im Duisburger Stadtrat

Neben den Flächen am S-Bahnhof Rahm sollen auch weitere Bereiche überprüft werden: etwa der Parkplatz am XXL Sportcenter sowie rund um die U79-Haltestelle St. Anna bis hin zum Steinhof.

Stadt soll Lage prüfen

Ob es tatsächlich neue Regeln für die Park-and-Ride-Plätze geben wird, ist noch offen. Zunächst soll die Stadtverwaltung untersuchen, wie groß das Problem wirklich ist und ob Maßnahmen nötig sind. Diskutiert werden könnten beispielsweise zeitliche Begrenzungen oder Kontrollen - konkrete Entscheidungen stehen aber noch aus.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen der WDR-Reporterin vor Ort
  • Antrag der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Süd
  • Vergleichsportal Parkos.de

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Duisburg, 16.06.2026, 19:30 Uhr

Kommentare zum Thema

5 Kommentare

  • 5 Andre 18.06.2026, 14:03 Uhr

    Wenn man sich die Bezeichnung P+R anschaut, machen die Fahrer doch alles richtig. Vielleicht schafft der Staat einfach mal mehr Parkflächen. Die DB ist leider keine zuverlässige Alternative um aus großer Entfernung zum Flughafen zu fahren. Irgendwann hört es mal auf, was der Steuerzahler hier alles auf sich nehmen soll. Am besten einen Tag vorher anreisen, damit man sicher den Flug erwischt. Am besten überhaupt nicht fliegen und dafür mehr arbeiten. Naja, wen wundert da das aktuelle Wahlverhalten der Bürger. Mit dem Lastenrad kommt man halt schlecht zum Flughafen, aber dafür wären auf jeden Fall genug Pop-up Radwege da, für die dann zum Teil Parkraum geopfert wird. Aber die Städte werden schon tolle Lösungen finden. Nicht.

  • 4 Arno 17.06.2026, 18:20 Uhr

    Eine 24 Stunden Regelung auf dem P+R Parkplatz verlagert das Problem nur in die umliegenden Straßen, in denen Anwohner ohnehin schon regelmäßig in zweiter Reihe, auf Gehwegen und in Parkverboten parken (oft jedoch auch nur aus Bequemlichkeit; wer 2 Minuten Fußweg in Kauf nimmt, findet immer etwas). So groß kann der Parkdruck aber eigentlich gar nicht sein, wenn man sich ansieht, wie viele Autos die meisten Haushalte trotzdem besitzen (zusätzlich zu Wohnmobilen und dauerparkenden Anhängern, und die kommen nicht von außerhalb).

    Antworten (1)
    • Micha 17.06.2026, 21:40 Uhr

      Haben Menschen noch andere Probleme? Das Problem kann man lösen, wenn man es so macht wie ich. 44 Jahre M Seit 2012 kein Urlaub, 4 Kinder im Alter von 4 bis 12. Mir reichen 15 min Tv die Woche. 60 Std die Woche Arbeiten!!! Da braucht man kein Parkplatz, kein Flieger, keinen Ärger. Wenn mann heutzutage die Menschheit sieht, oh man muss bei so einenem anstrengendem Minijob 14 Tage Urlaub 2x im Jahr machen dann hoffe ich das die Faulheitssteuer eingeführt wird und Flugtikets das 5 fache kosten. Man kann doch Urlaub zuhause machen, warum Geld, Zeit und Nerven verschwenden.

  • 3 Ulrike 17.06.2026, 16:49 Uhr

    Wie in Holzwicke(Flughafen Dortmund) Parkplatz. Ticket ziehen Pflicht, allerdings umsonst. Man darf höchsten 48 Stunden dort parken. Dann ist Allen geholfen. Und natürlich kontrollieren, dann sind die Urlauber weg.

  • 2 Stefanie Werners 17.06.2026, 14:17 Uhr

    Vl sollten statt der neu geplanten Häuser lieber Parkplätze gebaut werden. Neue Häuser, noch mehr Autos. Die Situation ist jetzt schon sehr unbefriedigend. Ich bin der Meinung, dass auch das 24 Stunden parken keinen Sinn macht.

  • 1 Thomas 17.06.2026, 11:20 Uhr

    Könnte man die Parkfläche nicht mit einer Höchstparkdauer von 24 Stunden versehen? Für ein P+R sind 24 Stunden ausreichend und wer länger da parkt, zahlt halt Strafe. Aber das setzt dann auch eine regelmäßige Kontrolle der Stadt vorraus.

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