Der Duisburger Hafen bei Niedrigwasser im August 2026

Der Duisburger Hafen bei Niedrigwasser im August 2026

Bildquelle: WDR

Niedrigwasser am Rhein Was Krischer für die Binnenschifffahrt fordert

Stand:

Wie soll die Schifffahrt in Zukunft mit niedrigem Rheinpegel umgehen? Darum ging es mit NRW-Verkehrsminister Krischer in Duisburg.

Langsam entspannt sich die Lage für die Schifffahrt bei Duisburg. Der Regen der vergangenen Tage füllt den Rhein Millimeter um Millimeter auf. 1,26 Meter war der Tiefststand in diesem Sommer in Duisburg-Ruhrort.

Am Freitagmittag stand der Pegel schon auf 1,49 Meter und damit immer noch unter der Tiefstmarke von 1,50 Meter aus dem Jahr 2018. Und darum läuft der Schiffsverkehr auch noch nicht komplett nach Plan.

Binnenschiffer stehen weiter vor Einschränkungen

Laut Duisburger Hafen AG können Frachtschiffe aktuell nur 20 Prozent ihrer üblichen Ladung transportieren. Zwar gehe man von einer leichten Erholung aus, eine wirkliche Entspannung werde aber erst Ende September, Anfang Oktober erwartet. Solange werden mehr Schiffe für die gleiche Gütermenge benötigt und Transporte können teurer werden.

"Dieses Jahr haben wir Niedrigwasser, wie wir uns es vor wenigen Tagen nicht hätten vorstellen können." Oliver Krischer (Grüne), NRW-Verkehrs- und Umweltminister
Zwei Männer, links Hafenchef Bangen und rechts NRW-Minister Krischer, stehen in blauen Anzügen auf einer Fähre

Hafenchef Markus Bangen (links) hat mit NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (rechts) über die Folgen des Niedrigwassers gesprochen.

Bildquelle: WDR/Jörg Conradi

Oliver Krischer (Grüne) ist als NRW-Verkehrs- und Umweltminister beim Thema Niedrigwasser doppelt betroffen. Er hat sich heute Nachmittag im Duisburger Hafen über die aktuelle Lage informiert. Eine Lage, die in Zukunft immer wieder ähnlich sein wird, so Krischer.

„Wichtig ist einfach, dass wir weiter Klimaschutz machen." NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer

Darüber hinaus brauche es langfristige Lösungen für die Binnenschifffahrt. Eine Möglichkeit sieht Krischer im Schiffsbau. In Zukunft müssten Schiffe niedrigwassergängig sein, damit sie auch jetzt noch fahren könnten. Gleichzeitig müsste aber auch an einigen Stellen des Rheins die Fahrrinne optimiert werden. Ein Abschnitt ist schon fertig, erklärt der Minister.

Für die weiteren Maßnahmen habe der Bund in diesem Jahr die Mittel gestrichen. "Ich erwarte vom Bund, dass die Zusagen, die in der Vergangenheit gemacht wurden, dass diese Planungen jetzt auch umgesetzt werden," fordert Krischer. "Die aktuelle Situation zeigt uns ja, wie wichtig das ist.“

Niedrigwasser sorgt für viel Arbeit am Duisburger Hafen

Eine Besonderheit in Duisburg: Für die Stahlindustrie hat der Hafen schon seit dem 20. Jahrhundert einen erhöhten Tiefgang. Allerdings bringt das wenig, wenn die Schiffe sich dann auf ihrem weiteren Weg festfahren würden.

Darum stoppen dort auch viele Schiffe. Tagelang hängen sie dann am Duisburger Hafen fest. Güter musten verladen werden: In Züge, auf Lkw oder auf kleinere Schiffe. Das ist auch viel Arbeit für die 53.000 Hafenmitarbeiter.

Krischer zu Niedrigwasser im Rhein

WDR 21.08.2026 00:52 Min. Verfügbar bis 20.08.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Duisburger Hafen AG
  • NRW-Verkehrs- und Umweltminister Oliver Krischer

Sendung: WDR.de, Krischer zu Niedrigwasser im Rhein, 21.08.2026, 19:15 Uhr

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