Verfolgungsfahrt von Issum nach Duisburg: Jugendliche fliehen vor der Polizei und bauen Unfall
Bildquelle: IMAGO/Fotostand/KippDie Verfolgungsfahrt begann laut Kreispolizei Kleve in Issum-Sevelen. Dort wollten die Polizisten das Auto mit den drei jugendlichen Insassen kontrollieren. Die Kennzeichen am Auto waren als gestohlen gemeldet, erklärt die Polizei. Der Fahrer hielt aber nicht an und flüchtete mit "deutlich überhöhter Geschwindigkeit" und fuhr ohne Licht und über rote Ampeln.
Verfolgung endet mit Stromverteilerkasten
Später in der Nacht fand die Polizei das Fahrzeug auf der Hochfeldstraße in Duisburg. Die Jugendlichen waren mit dem Auto vor einen Stromverteilerkasten gekracht, der dadurch vollständig aus der Verankerung gerissen wurde. Die Insassen waren allerdings nicht mehr da. Eine Zeugin hatte insgesamt vier Jugendliche beobachtet, die vom Unfallort wegrannten.
Polizisten aus Kleve und Duisburg und auch von der Autobahnpolizei suchten die Jugendlichen. Sogar ein Polizeihubschrauber und ein Diensthund waren an der Suche beteiligt. Nach circa anderthalb Stunden war das Versteckspiel vorbei. Die drei jungen Männer waren in einem leerstehenden Gebäude an der Wörthstraße. Der Polizeihund spürte die drei Jugendlichen in einem Toilettenraum auf. Die 14-, 16- und 17-Jährigen öffneten schließlich die verschlossenen Kabinen und wurden festgenommen.
Eltern wollten nicht zur Wache kommen
Die Jugendlichen aus Dortmund wurden zur Polizeiwache gebracht und nach Abschluss der Maßnahmen dem Jugendamt überstellt. Ihre Erziehungsberechtigten waren nach Polizeiangaben nicht bereit, zur Wache zu kommen. Der Unfallwagen wurde sichergestellt.
Die Polizei Kleve ermittelt nun unter anderem, wer das Auto gefahren hat, wem es gehört und woher die als gestohlen gemeldeten Kennzeichen stammen.
Unsere Quellen:
- Kreispolizei Kleve
Sendung: WDR.de, Verfolgungsfahrt von Issum nach Duisburg, 19.08.2026, 16:33 Uhr
