Mit Forschungsballon gegen schlechte Ergebnisse
Bildquelle: WDRWDR. 2 Min. 31 Sek.. Verfügbar bis 08.09.2028.
Pisa-Schock : Mit Forschungsballon gegen schlechte Ergebnisse
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Die Pisa-Studie zeigt sinkende Leistungen in den Naturwissenschaften. Doch wie lassen sich Jugendliche wieder für Physik begeistern? An einer Dortmunder Schule bauen Zehntklässler eine Sonde für einen Flug in die Stratosphäre und lernen dabei Wissenschaft ganz praktisch.
Überall quietscht und raschelt es im Klassenraum der 10 B der Europaschule in der Dortmund. Alle basteln mit Eifer an einer Tragevorrichtung aus Styropor, die unter anderem zwei GPS-Tracker, zwei Kameras und einen Datenlogger in die Stratosphäre transportieren soll. Getragen von einem Heliumballon soll es am Mittwochvormittag 35 Kilometer in die Höhe gehen. Mia Fischer ist total begeistert von diesem naturwissenschaftlichen Projekt.
"Ich wollte früher Astronautin werden, das Projekt interessiert mit total. Hier kann ich im Team arbeiten und gemeinsam basteln, das macht Spaß." Mia Fischer
Schülerin
Pisa-Studie zeigt: Leistungen in Naturwissenschaft werden immer schlechter
So aufregend war der Start des Stratosphärenballons vor zwei Jahren.
Bildquelle: WDREs ist nicht das erste mal, dass Schüler so einen Stratosphärenflug vorbereiten. 2024 hat Physiklehrer Ramazan Güngören das Projekt zum ersten Mal an die Schule geholt. Die am Dienstag veröffentlichten Pisa-Ergebnisse erschrecken ihn. Er glaubt aber auch daran, dass es gute Mittel und Wege gibt, Schüler zu besseren Leistungen zu motivieren.
"Wir bieten solche Projekte an, um die Schüler zu fördern. Wir wollen sie motivieren, sich für Naturwissenschaften zu begeistern. Schließlich brauchen wir Fachkräfte." Ramazan Güngören
Physiklehrer
Handy schuld an schlechten Pisa-Ergebnissen?
Der Physiklehrer glaubt, dass vor allem die übermäßige Nutzung von Handys dafür verantwortlich ist, dass die Leistung von Schülern nachlässt: "Die Schüler konsumieren nur noch Videos auf den entsprechenden Plattformen, sie lesen kaum noch, verlieren ihren Wortschatz und nutzen auch viel weniger Fachbegriffe."
Darum gibt es an der Europaschule in Dortmund auch ein Handyverbot. Mit Schultablets versuchen die Lehrer, den richtigen Umgang mit den Medien zu vermitteln. Es soll Werkzeug sein für den Lernalltag, und nicht zum scrollen und Videoschauen genutzt werden.
Pisa-Studie beschäftigt auch die Schüler
Die Zehntklässler der Europaschule haben von dem schlechten Abschneiden der Schülerinnen und Schüler aus Deutschland gehört. So richtig erklären können sie es sich nicht. Aber sie sind auch davon überzeugt, dass es an ihrer Schule nicht so schlimm aussieht. Unter anderem auch wegen der spannenden Projekte, die es hier gibt.
Morgen ist dann der große Tag. Dann soll der Ballon seine Reise antreten. Die Ergebnisse werden ein paar Tage später in der Klasse ausgewertet.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Europaschule Dortmund
Sendung: WDR.de, Mit Forschungsballon gegen schlechte Ergebnisse , 08.09.2026, 17:50 Uhr