Gelsenkirchen jagt Müllsünder mit Kameraturm
WDR. 01:48 Min.. Verfügbar bis 14.07.2028.
Am Dienstag nimmt die Stadt Gelsenkirchen einen neuen Überwachungsturm in Betrieb. Er soll verhindern, dass dort illegal Müll abgeladen wird. Solche Containerstandorte sind zum Beispiel für Glas oder Papier. Immer wieder wird da allerdings Haus- oder Sperrmüll abgeladen.
Der Überwachungsturm ist mit modernster Technik ausgestattet: Radar, Video und Infrarot werden an dem Containerstandort genutzt. 40.000 Euro kostet der mobile Turm. Die Stadt Gelsenkirchen ist im Ruhrgebiet Vorreiter bei der KI-Überwachung.
Solche Müllberge will die Stadt mit KI in Zukunft verhindern
Stadt hat bereits Erfahrungen an Schulhöfen und Spielplätzen gesammelt
Die Stadt Gelsenkirchen war eine der ersten, die Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt hat. Schulhöfe und Spielplätze werden in der Stadt schon mit modernster Technik überwacht. Mit Erfolg, sagt die Stadt, die Beschwerden seien zurück gegangen. In Zukunft sollen auch Grünanlagen so überwacht werden.
Große Änderung: Videotechnik wird doch genutzt
KI-Kameras sollen in Zukunft auch Grünflächen überwachen
"KI meets Ordnung" heißt das Programm. Ursprünglich war das allerdings ausdrücklich ohne Videoüberwachung vorgesehen. Es wurde "nur" Radar eingesetzt. Müllsünder oder Personen, die sich illegal auf Schulhöfen aufhielten, wurden auf dem Radar lediglich als nicht identifizierbare Punkte dargestellt.
Laut Stadt sollen Gesichter oder Kennzeichen trotzdem nicht zu erkennen sein - sie sollen von der KI automatisch verpixelt werden. Die Stadt kann sich diese nur dann anschauen, wenn es durch die illegale Müllablagerung zu einer "besonderen Gefahr" gekommen ist.
Unser Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Gelsenkirchen mit der Ankündigung zum Überwachungsturm
- Presseeinladung der Stadt Gelsenkirchen zur Inbetriebnahme des Turmes
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 14.07.2026, 10:30 Uhr