Nur mühsam lassen sich die Scherben und Nägel vom Kunstrasen entfernen.
WDR. 02:36 Min.. Verfügbar bis 11.07.2028.
Vandalismus in Hagen : Glasscherben und Nägel auf Fußballplatz verteilt
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Auf den ersten Blick sieht alles normal aus auf der Bezirkssportanlage Haspe. Doch wer genauer hinguckt, sieht es auf dem Kunstrasen glitzern. Unbekannte haben mit Nägeln und Scherben den Platz übersät, den sich der SV Fortuna Hagen und der Hasper SV teilen.
Es ist nicht der erste Fall von Vandalismus auf dem Platz. Die Stadt hat den Platz zwar gereinigt, doch die Verantwortlichen von Fortuna Hagen finden immer noch massig kleine Scherben und Nägel, die sich in den Kunstrasen gebohrt haben.
Wegen der hohen Verletztungsgefahr musste der Kunstrasenplatz gereinigt werden.
Platz gefährlich für Sportlerinnen und Sportler
Die Stadt Hagen hat mittlerweile täglich mit Vandalismus auf ihren Sportanlagen zu tun. Ein riesengroßes Ärgernis für die Sportlerinnen und Sportler. Die Vereine bringt das zur Weißglut. "Ich hab die Schnauze voll, wenn ich ganz ehrlich bin. Weil ich jetzt schon wieder Zeiten dafür opfere, was alles nicht mit dem Fußball zu tun hat", sagt Mathias Doroschewski, 1. Vorsitzender vom SV Fortuna Hagen.
Mathias Doroschewski muss sich mit solchen Vorfällen auseinandersetzen.
Nicht nur, dass Fortuna schon ein Spiel verlegen musste und der Hasper SV auf dem Platz nicht trainieren konnte - der Platz stelle in diesem Zustand vor allem eine Gefahr für Kinder dar: "Wir Erwachsenen gehen jetzt anders da ran, wissentlich, dass hier etwas vorgefallen ist. Aber die Kinder denken da nicht dran. Und wenn die mal ein bisschen emotionaler Fußball spielen, und temperamentvoller Fußball spielen, die rauschen da rein", weiß Doroschewski.
Große Mengen an Glasscherben, Nägeln und Dreck wurden auf dem Platz verteilt.
Nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer
Der Stadt entstehen durch die Beseitigung erhebliche Kosten. Gerade weil Hagen eine Nothaushaltskommune sei, würden die Reparaturen den ohnehin knappen Haushalt zusätzlich belasten. Und die Möglichkeiten zur Vorbeugung sind begrenzt. Man habe sich mit Polizei und Ordnungsamt zwar auf regelmäßige Kontrollen geeinigt, doch diese könnten nur punktuell stattfinden. Die Verursacher dann zu erwischen, sei schwierig, weiß Karsten-Thilo Raab, Leiter des Servicezentrums Sport.
"Die Leute, die sich unerlaubt auf den Plätzen rumtreiben, verschwinden irgendwo über den Zaun. Und wenn die Polizei oder das Ordnungsamt wieder weg ist, tauchen sie wieder auf".
Fortuna Hagen fordert Kameras für die Sportanlage
Fürs Erste müssen die Vereine ohne Kameras auskommen. Der Einsatz sei aus Datenschutzgründen schwierig.
Unsere Quellen:
- Eindrücke und Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- WDR-Interview mit Mathias Doroschewski, 1. Vorsitzender vom SV Fortuna Hagen
- WDR-Interview mit Karsten-Thilo Raab, Leiter des Servicezentrums Sport (Stadt Hagen)
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Dortmund, 24.07.2026, 18:00 Uhr.
