Maxim Akinschin ist Fan von Informatik, Chemie und Raumfahrt

WDR 06:13 Min. Verfügbar bis 20.07.2028

Informatik-Talent Ein junger Hagener will nach den Sternen greifen

Stand:

Maxim Akinschin liebt Informatik und Chemie. Der 15-jährige Hagener war schon bei vielen Wettbewerben erfolgreich.

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Sascha Bacinski

"Maxim ist nicht zufrieden, wenn er nichts macht", stellt seine Mutter Natascha Akinschin lachend fest. Das wird deutlich, wenn man sich Maxims Lebenslauf und seine Erfolge anschaut.

Vergangenes Jahr war Maxim jüngster Teilnehmer der Finalrunde beim Bundeswettbewerb Informatik an der Technischen Universität in München. Der Bundeswettbewerb bringt jährlich die besten Informatik-Talente Deutschlands zusammen. Maxim musste komplexe Aufgaben lösen und auch Gespräche mit Informatik-Professoren führen. Und das mit damals gerade mal 14 Jahren.

"Ich habe irgendwann die verschiedenen Wettbewerbe durch Zufall gefunden, zum Beispiel den Bundeswettbewerb Informatik. Und seitdem bin ich in der Community, da gibt es super Leute", schwärmt Maxim. Er liebt es sich in Wettbewerben mit anderen zu messen. Das erste Mal nimmt er mit zwölf Jahren am Bundeswettbewerb Informatik teil, dieses Jahr bereits das dritte Mal, im September steht er erneut in der Endrunde.

Nächstes Ziel: Informatik-Wettbewerb in Litauen

Ab dem 24. Juli wird Maxim mit dem deutschen Team bei der "European Junior Olympiad in Informatics 2026" in Kaunas in Litauen mitmachen. Es ist überhaupt das erste Mal, dass ein deutsches Team daran teilnimmt. Für Maxim eine große Ehre und ein fast schon logischer Schritt in seiner bisherigen Karriere.

Aber auch Chemie ist Maxims Leidenschaft. Bei der Chemieolympiade "Chemie die stimmt!" ist er ebenfalls schon das dritte Mal dabei, auch hier wartet im September die Endrunde auf den Hagener Gymnasiasten. "Informatik und Chemie, das sind Sachen, bei denen ich viel lernen und Probleme lösen kann. Das hilft auch in der echten Welt", sagt Maxim.

Kampfkunst Taekwondo als sportlicher Ausgleich

In der echten Welt, da hat er vor sechs Jahren die Kampfkunst Teakwondo für sich entdeckt. Vergangenes Jahr hat er dort den schwarzen Gürtel bekommen.

Maxim schaut in die Kamera und hält seine Urkunde für den schwarzen Gürtel im Teakwondo in der Hand.

Seit vergangenem Jahr hat Maxim Akinschin auch den schwarzen Gürtel im Taekwondo.

"Taekwondo bietet mir eine neue Facette, viel Kämpfen, viel Physisches", sieht Maxim die Kampfkunst ein bisschen auch als Ausgleich zu der ganzen Theorie.

Die Liebe zur Musik liegt in der Familie

Informatik, Chemie, Taekwondo - das alles hat sich Maxim ausgesucht, weil es ihn interessiert, weil er dort lernen kann. Doch eine Sache, die wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Und das ist die Musik. Seine Mutter Natascha Akinschin spielt Geige, sie ist unter anderem Mitglied des philharmonischen Orchesters Hagen. Vater Eugen spielt professionell Querflöte.

Familie Akinschin steht auf einer Bühne und spielt Musik.

Die ganze Familie Akinschin ist musikalisch. V.l.n.r.: Natascha, Eugen, Marcel und Maxim Akinschin.

Die Vorliebe der Mutter hat auf die Kinder abgefärbt. Maxim und sein Bruder Marcel spielen ebenfalls Geige. Und auch hier ziegt sich Maxims Vorliebe für den Wettkampf. Er belegte beim Wettbewerb "Jugend musiziert" dreimal den ersten Platz. "Bei Maxim ist es so, dass alles was er macht, für ihn nicht so schwer ist", sagt Mutter Natascha Akinschin. Und natürlich ist sie stolz auf ihren Sohn.

Maxim fällt vieles leicht. Er ist nicht der Nerd, der für sich alleine rumtüftelt. Er war Klassensprecher, hat bis letztes Jahr noch Fussball gespielt. Er ist freundlich und offen. Voller Vorfreude fährt er jetzt nach Litauen, um bei der Informatik-Olympiade viel zu lernen, aber natürlich auch, um erfolgreich mit seinem deutschen Team abzuschneiden.

Der berufliche Traum liegt in der Raumfahrt

"Mich interessiert die Raumfahrt sehr. Und ich möchte das auch verknüpfen mit Chemie und Informatik. Das zusammenbringen und am Ende in die Raumfahrt gehen. Das wäre mein Traum", sagt Maxim Akischin aus Hagen. Und man hat direkt das Gefühl, dass der 15-Jährige das auch schaffen wird. Beeindruckend ist sein bisheriger Werdegang, stark seine Motivation, diesen Weg noch weiterzugehen.

Unsere Quellen:

  • Interview und Gespräch mit Maxim Akinschin
  • Gespräch mit Natascha Akinschin
  • Homepage der EJOI 2026
  • Homeopage "Chemie - die stimmt"
  • Homepage des Fichte-Gymnasiums Hagen

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Dortmund, 20.07.2026, 19:30 Uhr

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