Zwei Personen in weißen Schutzanzügen neben einem Polizeiauto, davor ein Absperrband "Polizeiabsperrung"

Eigenen Bruder getötet Keine Strafe für Mann aus Castrop-Rauxel

Stand:

Bei einem tödlichen Streit zwischen zwei Brüdern in Castrop-Rauxel im April hat der Überlebende wohl aus Notwehr gehandelt.

Das Verfahren nach dem tödlichen Streit in Castrop-Rauxel wird auch eingestellt, weil der überlebende Bruder der einzige Zeuge der Messerattacke ist. Die Ermittler haben Blutspuren ausgewertet und weitere Zeugen gesucht, dabei aber kaum Erkenntnisse gesammelt. Sie müssen nun der Schilderung des 33-Jährigen glauben, der seinen 39-jährigen Bruder getötet hat.

Der berichtet von einem angespannten Verhältnis der beiden. Oft hätten sie wegen Geldproblemen gestritten. An einem Sonntagabend im April dieses Jahres sei ein Streit dann vollkommen eskaliert. Beide waren total betrunken. Die Erinnerungen des 33-Jährigen an den Abend sind deswegen nur lückenhaft, so die Staatsanwaltschaft.

Älterer Bruder soll zuerst zum Küchenmesser gegriffen haben

Die beiden seien aufeinander losgegangen, dann soll der ältere Bruder zum Küchenmesser gegriffen und den 33-Jährigen attackiert haben. Tatsächlich hatte der jüngere Bruder später auch "erhebliche Verletzungen", die darauf hindeuten, dass seine Version des Geschehens stimmen könnte, so die Staatsanwaltschaft.

Der jüngere Bruder konnte seinen Gegner entwaffnen und einen Gegenangriff starten. Diese Attacke war so heftig, dass er seinen Bruder dabei lebensgefährlich verletzt hat. Der jüngere Bruder hatte den Schwerverletzten noch auf den Hausflur gezerrt, woraufhin Nachbarn die Polizei gerufen hatten. Trotz Reanimation konnte er nicht mehr gerettet werden.

Messerattacke in Castrop-Rauxel: Tötung aus Notwehr

WDR 23.09.2026 30 Sek. Verfügbar bis 22.09.2028

Unsere Quelle:

  • WDR-Gespräch mit der Staatsanwaltschaft Castrop-Rauxel

Sendung: WDR 2, WDR 2 für das Ruhrgebiet, 23.09.2026, 13:30 Uhr

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