Durch die Bilder der Überwachungskameras ist die Polizei den Tatverdächtigen auf die Spur gekommen.
Sie sind gerade einmal 13, 14 und 17 Jahre alt, leben in Dortmund und sollen Teil einer überregional agierenden Jugendbande sein. Die Polizei hat die Bilder von Überwachungskameras ausgewertet und konnte so einen Teil der Tatverdächtigen bereits eindeutig identifizieren.
Die Kinder und Jugendlichen sollen Anfang Juni bei einem Sanitärbetrieb in Haltern am See eingebrochen sein. Die Beute: Viel Metall, außerdem Werkzeuge und Fahrzeuge. Der Sanitärbetrieb war offenbar nicht der einzige Tatort, der auf das Konto der Bande geht.
Polizei verweist auf umfangreiche Ermittlungen
Der Vorfall in Haltern wird auch in den Sozialen Medien diskutiert. Hier stellen sich viele die Frage, warum den Tätern nicht das Handwerk gelegt wird. Schließlich steht die Bande schon länger im Fokus der Polizei. Dazu äußern sich die Ermittler zurückhaltend. Es müssten zunächst weitere Beweise gesammelt werden, auch zu möglichen "Hintermännern".
Problematisch ist, dass ein Teil der Tatverdächtigen noch nicht strafmündig ist und bei Jugendlichen die Hürden zum Beispiel für eine Untersuchungshaft hoch sind. Man habe einige der mutmaßlichen Täter aber mit den Vorwürfen konfrontiert, versichert die Kreispolizei Recklinghausen.
Liste der Vorwürfe wächst
Und das wird der Jugendbande vorgeworfen: Schwerer, bandenmäßiger Diebstahl, Sachbeschädigung und Fahren ohne Führerschein. Die Täter sind mit geklauten Fahrzeugen gekommen und haben bei ihrem Einbruch in Haltern weitere erbeutet. In Castrop-Rauxel, Recklinghausen und andernorts soll die Bande ähnlich vorgegangen sein.
Alexander Pennekamp hat die Überwachungsbilder der Polizei übergeben.
Kunden entdecken abgestellte Firmentransporter
Der Schock sitzt noch tief bei Alexander Pennekamp, Besitzer und Chef eines Sanitärbetriebs in Haltern am See. Die zwei gestohlenen Transporter haben Zeugen inzwischen im Nachbarort Marl gefunden. Werkzeuge und Metallwaren aber sind weiter verschollen.
Der Schock sitzt beim Unternehmer aus Haltern tief.
Immerhin: Nachdem das Einbruchsopfer aus Haltern den Fall bei Facebook, Instagram und Whatsapp geteilt hat, erreicht ihn eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Kollegen haben geholfen, damit der Halterner Betrieb weiterarbeiten kann.
"Ein Kollege hat gesagt: 'Wenn Du jetzt Material brauchst, um sofort weiterarbeiten zu können - mein Lager ist dein Lager.' Also, das ist eine super Sache." Alexander Pennekamp, Chef des Sanitärbetriebs in Haltern
Die Polizei bittet weiterhin um Zeugenhinweise.
Unsere Quellen:
- Alexander Pennekamp, Chef des Sanitärbetriebs in Haltern
- Kreispolizei Recklinghausen
- Eindrücke von WDR-Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Münsterland, 12.06.2026, 14.31 Uhr
