Die Problem-Strecke verbindet Haltern mit den Autobahnen A43 und A52. Immer wieder hat es hier tödliche Frontalzusammenstöße gegeben. Zuletzt Anfang August. Da kamen zwei Menschen aus Dorsten ums Leben. Weitere wurden schwer verletzt. Die zuständige Unfallkommission hat jetzt nach einer Sondersitzung entschieden: So wie es ist, wird es nicht bleiben.
Der Bossendorfer Damm soll dauerhaft sicherer werden. Dafür soll ein ganzes Bündel von Maßnahmen sorgen. Die ersten wurden schon umgesetzt.
Autofahrer "wachrütteln"
Schon sicht- und spürbar für Autofahrer: Eine neu gezogene Mittellinie mit Rütteleffekt. Die Vibrationen sollen Fahrer regelrecht wachrütteln, noch bevor sie auf die Gegenseite geraten könnten. Ein Überholverbot gilt hier ohnehin längst. Das will die Polizei nun stärker überwachen.
Außerdem wollen der Kreis Recklinghausen und die Polizei hier Temposünder noch intensiver ins Visier nehmen. Zu diesem Zweck ist einerseits ein stationärer Blitzer auf dem Bossendorfer Damm geplant. Außerdem müssen Fahrer sich auf verstärkte mobile Kontrollen einstellen.
Fünf Tote in relativ kurzer Zeit
Seit Ende 2022 sind nun bereits fünf Menschen auf dieser Straße gestorben. Viele weitere wurden schwer verletzt. Das Tempo wurde hier bereits abgesenkt auf streckenweise 80, beziehungsweise 70 km/h. In einer Online-Petition fordern aktuell rund 1.300 Menschen, die Sicherheit der Straße zu verbessern.
Unsere Quellen:
- Kreis Recklinghausen
- Kreispolizei Polizei Münster
- Straßen.NRW