Um welche Substanz auf der Wasseroberfläche in der Nähe des Ruhrdeichs in Witten handelte es sich? Und woher kam sie? Eindeutige Antworten auf diese Fragen gibt es auch einen Tag später noch nicht - aber deutliche Hinweise.
Ölfilm über hundert Meter
Bei der Feuerwehr in Witten gingen am Donnerstag zahlreiche Anrufe von Spaziergängern an der Ruhr ein. Sie hatten einen größeren Ölfilm auf der Wasseroberfläche entdeckt.
Als die Feuerwehr eintraf, wurde der Ölfilm immer größer. Mittlerweile hatte er ein Ausmaß von etwa 100 Metern Länge und zwei bis drei Metern Breite, schätzt die Feuerwehr. Sie legte einen Ölschlängel um die Stelle und saugte die Substanz von der Oberfläche.
Ursachenforschung läuft
Da sich die Stelle in unmittelbarer Nähe zu den Deutschen Edelstahlwerken befindet, lag die Vermutung nahe, dass der Ursprung hier liegen könnte. Nachdem die Werksleitung informiert, wurde als erste Maßnahme ein Zulauf von den Werken in die Ruhr abgesperrt. Auch die Werksfeuerwehr wurde informiert.
Feuerwehrleute gehen auf dem Ruhrdeich den trocken gelegten Zufluss zur Ruhr ab
Bildquelle: Fernandez / News4 Video-Line TVBei einer ersten Kontrolle wurden im Werk keine Schwachstellen gefunden, weitere Untersuchungen laufen. Die Feuerwehr hat Wasserproben genommen. Auch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg ist eingeschaltet
Wasserproben werden ausgewertet
Ein Sprecher der Swiss Steel Group, zu der die Deutschen Edelstahlwerke gehören, bestätigte, dass die Ergebnisse der Wasserproben Mitte nächster Woche vorliegen sollen.
Dass der Ursprung für den Ölfilm aus dem Werk kommen würde, sei sehr wahrscheinlich, aber nach wie vor nicht zu hundert Prozent klar. Der Vorfall werde weiter untersucht.
Unsere Quelle:
- Feuerwehr Witten
- Swiss Steel Group