Tote Kanadagans in Essen: Stadt bestätigt aggressive Geflügelpest
00:35 Min.. Verfügbar bis 27.10.2027.
Die tote Kanadagans in Essen war an der aggressiven Variante der Vogelgrippe erkrankt. Das hat die Stadt nach einem Test am heutigen Montag (27.10.2025) bekanntgegeben. Sechs weitere Wildgänse sind bisher von Feuerwehr und Jägern zur Untersuchung abgegeben worden.
Die erste tote Kanadagans war in der vergangenen Woche im Essener Stadtzentrum im Bereich der Grünen Mitte gefunden worden. Am Donnerstag bestätigte sich der Verdacht: Das Tier war an der Vogelgrippe erkrankt. Daraufhin wurde in einem Labor getestet, um welche Variante es sich handelt. Die aggressive Form ist hochansteckend.
Bürgerinnen und Hundehalter sollen ebenfalls wachsam sein
Die Stadt Essen bittet die Bevölkerung, tote oder auffällig kranke Wildvögel der Feuerwehr zu melden. Tote Tiere sollten nicht angefasst werden. Zudem wird empfohlen, Hunde anzuleinen, da sie das Virus über den Kontakt mit infizierten Vögeln weitertragen könnten.
Dass sich Menschen mit der Geflügelpest infizieren, ist nach Angaben der Stadt Essen selten und erfordert engen Kontakt zu infiziertem Geflügel mit einer hohen Viruslast. Trotzdem sollen Bürger Abstand zu Wildvögeln halten, Tiere nicht füttern und Hände gründlich waschen.
Das Veterinäramt mahnt zur Hygiene in Ställen
Das Essener Veterinäramt mahnt Geflügelhalter zu strenger Hygiene. Geflügel solle möglichst in geschlossenen Ställen gefüttert und gehalten werden. Auch das Tragen separater Schuhe beim Betreten des Stalls wird geraten, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern.
Als Reaktion auf die zunehmende Zahl bestätigter Fälle hat das Friedrich-Loeffler-Institut in seiner aktuellen Bewertung das Risiko weiterer Ausbrüche in Geflügelhaltungen sowie bei Wildvögeln von "mäßig" auf "hoch" heraufgestuft. Bund und Länder stimmen ein gemeinsames Vorgehen ab.
Unsere Quellen:
- Stadt Essen
- dpa