Waldbrand Sundern | Video

Bildquelle: WDR

WDR 00:16 Min. Verfügbar bis 19.08.2028

Waldbrand Sundern-Stemel Glutnester glimmen noch - Feuerwehr rückt an

Stand:

Fast eine Woche nach dem Großbrand bei Sundern-Stemel glimmen im Boden noch Wurzeln und Holzstücke. Vermutlich noch wochenlang.

Fast eine Woche nach dem Großbrand auf einer 80.000 Quadratmeter großen Fläche am Ochsenkopf ist die Gefahr noch nicht gebannt. Immer wieder entdecken Einsatzkräfte Glutnester im Boden – glimmende Wurzeln und Holzstücke, die sich tief unter der Oberfläche weiter halten und für neue Einsätze sorgen.

Wurzeln glimmen unter der Erde weiter

Marc Messerschmidt vom Forstamt Oberes Sauerland blickt über die schwarze Waldbrandfläche. Eigentlich ist er hier, um zu erklären, was künftig hier wachsen kann. Doch dann hält er inne: Aus einem kleinen Hügel kommen Rauchschwaden hoch. Der Förster geht näher ran, hält die Hand über die Erde: "Ganz warm", sagt er.

Mit einem kleinen Ast schaufelt Messerschmidt Erde zur Seite. Der Rauchschwaden wird größer und dichter. Der Ast beginnt erst zu glimmen, dann - im Wind - flackert ein Feuer auf. Das ist die Gefahr: Dass hier ruckzuck aus dem Glutnest ein neuer Brandherd entsteht.

Ästchen aus dem Waldboden brennt
"Im Boden sind trockene Wurzeln und Holzstücke und mit dem Löschwasser erreicht man nicht immer alle glimmenden Teile." Marc Hammerschmidt, Forstamt Oberes Sauerland

Regen bringt wenig

Marc Messerschmidt fordert die Feuerwehr an. Sie soll die betroffene Fläche noch einmal kontrollieren und Glutnester ablöschen. Der Regen der vergangenen Tage hat keine wirkliche Entspannung gebracht. "Der bleibt nur marginal an der Oberfläche und zieht nicht tief in den Boden ein", sagt der Forstfachmann.

Die Feuchtigkeit benetzt zwar oberflächlich die trockenen Gräser, so dass die aktuell nicht brennen können. Im Boden aber glimmen die heißen, glühenden Holz- und Pflanzenteile munter weiter – unsichtbar, aber gefährlich.

Hartnäckige Glutnester in Sundern-Stemel

WDR 00:47 Min. Verfügbar bis 18.08.2028

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Förster erwarten langen Einsatz

Nur wenige Minuten nach dem Alarm kommen Feuerwehrleute im Wald an und löschen das Glutnest. Förster Messerschmidt rechnet damit, dass die Kontrollen auf der Fläche noch eine ganze Zeit lang nötig sein werden. Bis auch die letzten Glutnester im Boden endgültig erloschen sind und keine Gefahr mehr besteht.

Unsere Quellen:

  • Marc Messerschmidt, Wald und Holz, Forstamt Oberes Sauerland
  • Reporterin vor Ort

Sendung: WDR2, WDR2 für Sauerland, Siegerland und Südwestfalen, 19.08.2026, 17:30 Uhr
Sendung: WDR.de, Waldbrand Sundern, 19.08.2026, 19 Uhr

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