Die Besucherzahlen sind wieder auf "Vor-Corona-Niveau" (+4,5 Prozent im Vergleich zu 2023), und trotzdem hat sich das Jahresergebnis des Olper Freizeitbades um gut 600.000 Euro verschlechtert, verglichen mit dem Vorjahr.
Gaspreis bereitet Sorgen
Die Hauptgründe: höhere Gehälter und Sozialabgaben für die Mitarbeiter, ein Schaden am Kursbecken, und vor allem die gestiegenen Gaspreise.
Daran werde sich wohl wenig ändern, schreibt ein Wirtschaftsprüfer in seinem Gutachten. Die anhaltend hohen Energiekosten "führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu zunehmend negativen Ergebnissen."
Bisher konnte Bigge Energie die Verluste des Olper Freizeitbades durch Überschüsse auffangen. Doch der Energieversorger steht selbst vor großen Herausforderungen.
Bigge Energie hat die Verluste des Freizeitbads bisher ausgeglichen
Bildquelle: Hans Blossey"Mit Blick auf immer mehr Wärmepumpen und E-Ladesäulen müssen wir das Stromnetz stetig ertüchtigen", erklärt Geschäftsführer Ingo Ehrhardt gegenüber dem WDR.
Wer finanziert künftig das Freizeitbad?
Ihm zufolge investiert Bigge Energie derzeit jährlich rund sechs Millionen Euro ins Stromnetz. Die Summe reiche aber längst nicht aus. "Die Gesellschafter müssen entscheiden, was mit dem Überschuss passiert", sagt Ingo Ehrhardt.
Sollte künftig weniger Geld von Bigge Energie für das Freizeitbad zur Verfügung stehen, wird jemand dafür aufkommen müssen, denn ein Schwimmbad trägt sich in der Regel nicht selbst.
Unsere Quellen:
- Freizeitbad Olpe
- Bigge Energie
- Ausschussvorlage der Stadt Olpe