Bürgerbeteiligung zum Nationalpark Rothaarkamm

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WDR 01:46 Min. Verfügbar bis 05.05.2028

Offene Fragen stellen Bürgerbeteiligung zum Nationalpark Rothaarkamm

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Im Kreis Siegen-Wittgenstein könnte der zweite Nationalpark NRWs entstehen. Die vielen offenen Fragen sollen jetzt geklärt werden.

Von Felix Tusche

Auf den ersten Blick ist es für die Hilchenbacher Hotelierin Heidi Leyener eine gute Nachricht: Der Kreis Siegen-Wittgenstein prüft zurzeit erneut, ob zwischen Hilchenbach-Lützel und Netphen-Hainchen ein Nationalpark entstehen soll.

Ein Nationalpark zieht natürlich Touristen an. Das ist für uns als Hotel und Restaurant logischerweise gut. Heidi Leyener, Betreiberin Hotel-Restaurant Ginsberger Heide
Heidi Leyener, Betreiberin eines Hotels, lächelt

Heidi Leyener bewirtet seit Jahrzehnten das Hotel-Restaurant "Ginsberger Heide"

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Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn es gibt auch für Leyener noch viele offene Fragen: "Was ist erlaubt? Was nicht? Dürfen unsere Gäste noch in den Wald? Wie sind die genauen Regeln? Das ist alles noch nicht klar."

Fragen an Experten

Genau deshalb gibt es ab sofort ein neues Angebot des Kreises. Einzelpersonen, Interessensgruppen, Vereine und Verbände können per Mail an nationalpark@siegen-wittgenstein.de ihre offenen Fragen stellen.

Sie werden dann von Experten des Landes, des Kreises oder auch von externen Spezialisten wie z.B. Förstern oder Jägern beantwortet. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Antworten gesammelt veröffentlicht werden.

Auf diesem Weg wollen wir eine fundierte Grundlage für eine Entscheidung pro oder contra Nationalpark schaffen, die über gefühlte Wahrheiten hinausgeht und stattdessen auf belastbaren Fakten basiert. Andreas Müller, Landrat Kreis Siegen-Wittgenstein

Zweiter Anlauf für Nationalpark

Vor zwei Jahren gab es schon einmal die Idee, den zweiten Nationalpark NRWs in Siegen-Wittgenstein entstehen zu lassen. Doch damals stimmte der Kreistag knapp dagegen.

Die Pro- und Contra-Argumente sind damals wie heute die gleichen. Befürworter sehen den möglichen Nationalpark als Touristenmagneten. Kritiker sehen vor allem die Einschränkungen - zum Beispiel für den Straßenbau.

Hotelierin noch unsicher

Fest steht: Der Nationalpark würde auf einem circa 4.300 Hektar großen Gebiet zwischen Hilchenbach-Lützel und Netphen-Hainchen entstehen, dass jetzt schon zu großen Teilen unter Naturschutz steht.

In einem runden Kreis wird grafisch eine Landkarte visualisiert, in der sich die Orte Siegen, Netphen Hilchenbach und Erndtebrück befinden. Inmitten dieser Karte ist ein Teil orange gekennzeichnet.

Das Gebiet, welches zum Nationalpark erklärt werden könnte, liegt zwischen Erndtebrück, Hilchenbach und Netphen.

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Heidi Leyener hat sich noch nicht endgültig entschieden, ob sie für oder gegen das Projekt ist: "Ich warte jetzt einfach auf die Antworten der Expertinnen und Experten."

Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Heidi Leyener
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Landrat Andreas Müller

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 04.05.2026, 19:30 Uhr

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