Am Mittwochabend wurde die Polizei von einem Zeugen zu dem öffentlichen Parkplatz am Opmünder Weg gerufen. Dort soll ein Mann versucht haben, ein vermeintliches IPhone aus einem Auto heraus zu verkaufen. Das Angebot: Ein IPhone 17 Pro Max für 600 Euro.
Der Zeuge wurde stutzig, lehnte das Angebot ab und rief die Polizei. Offenbar wurde währenddessen auch anderen Passanten das Angebot zum Handykauf gemacht.
Rechtschreibfehler und falsches Betriebssystem
Vor Ort trafen die Polizisten auf das Auto mit ausländischem Kennzeichen. Sie durchsuchten das Fahrzeug und fanden insgesamt sechs Handys, die in Folie verpackt waren. Teilweisen wurden sie nach Polizeiangaben unter Kleidungsstücken im Kofferraum versteckt.
Laut der Polizei fielen mehrere Rechtschreib- und Formatierungsfehler auf den Verpackungen auf. Auf einem der vermeintlichen I-Phones soll zudem ein Android-Betriebssystem installiert gewesen sein.
Polizei trifft auf drei Verdächtige
Drei Verdächtige wurden erst festgenommen, später aber wieder freigelassen. Die 32-, 26- und 20-jährigen Männer aus Frankfurt am Main mussten 400 Euro als Sicherheitsleistung zahlen. Gegen sie wird jetzt ermittelt. Die gefälschten Handys werden vernichtet.
Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen
Die Polizei warnt vor dem Kauf von Handys, Laptops und anderer hochwertigen Elektronik von unbekannten Personen. Sie gibt zudem einige Tipps mit, die bei solchen Angeboten helfen können.
Tipps der Polizei
- Keine hochwertigen Elektronikartikel spontan von Fremden kaufen. Insbesondere Angebote aus Fahrzeugen heraus sollten misstrauisch machen.
- Vorsicht bei extrem günstigen Preisen. Ein vermeintliches Schnäppchen kann sich schnell als teurer Fehlkauf erweisen.
- Verpackung genau ansehen. Rechtschreibfehler, ungewöhnliche Schriftarten, schlechte Druckqualität oder fehlende beziehungsweise fehlerhafte Produktangaben können Hinweise auf eine Fälschung sein.
- Das Gerät vor dem Kauf überprüfen. Stimmen Modellbezeichnung, Betriebssystem, Seriennummer und technische Ausstattung tatsächlich mit dem angebotenen Produkt überein?
- Serien- und IMEI-Nummer überprüfen. Käufer sollten sich diese vor dem Kauf zeigen lassen und möglichst über den Hersteller beziehungsweise seriöse Händler prüfen.
- Nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Aussagen wie "Ich brauche dringend Geld" oder "Das Angebot gilt nur jetzt" sollten nicht zu einer spontanen Kaufentscheidung führen.
- Keine Vorauszahlungen leisten. Bei Geschäften mit unbekannten Personen sollte insbesondere von Vorabüberweisungen abgesehen werden.
Wer einen vergleichbaren Vorfall erlebt oder selbst Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sofort die Polizei informieren.
Unsere Quellen:
- Polizei Soest
Sendung: WDR 2, WDR 2 für Sauerland, Siegerland und Südwestfalen, 03.09.2026, 14:30