Der entgleiste Zug liegt in Trümmern auf den Schienen

Das Zugunglück in Geseke 2023

Bildquelle: WDR/Claudia Roelvinck

Zugunglück in Geseke Lokführer hat wohl gravierende Fehler gemacht

Stand:

Bei dem tödlichen Zugunglück in Geseke vor drei Jahren habe der Lokführer gravierende Fehler gemacht. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Untersuchungsbericht hervor.

In Geseke ist der Unfall vom 10. Septmeber 2023 noch immer präsent. Ein Güterzug war da von einem Zementwerk losgefahren und entgleist - der Lokführer starb.

Jetzt liegt der Untersuchungsbericht vor. Der Lokführer habe vor allem zwei gravierende Fehler gemacht, schreibt die zuständige Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) darin.

Er habe zu viele Wagen auf einmal an seine Lok gehängt. Das laut Bericht möglicherweise, um schneller fertig zu werden. Denn er hatte noch einen anderen Job als Lokführer an diesem Tag eingeplant - für ein anderes Unternehmen.

Lokführer hat wohl gravierende Fehler gemacht

WDR 19.08.2026 00:28 Min. Verfügbar bis 18.08.2028 WDR Online

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Bremsen hatten versagt

Außerdem soll er die Bremsen vor der Fahrt nicht richtig kontrolliert haben. Stattdessen habe er das mitten auf der abschüssigen Strecke gemacht und nicht im ebenen Güterbahnhof des Zementwerks.

Die Bremsen der Lok hatten laut Untersuchungsbericht versagt, deshalb war der Zug in einer Kurve umgekippt. 13 der 14 Waggons entgleisten, das ausgetretene Zement führte zu einer erheblichen Umweltbelastung - so die Behörde.

Lokführer konnte noch Notruf absetzen

Glücklicherweise konnte der Lokführer aber noch einen Notruf beim Stellwerk absetzen und so dafür sorgen, dass die Strecke gesperrt wurde. Eine Regionalbahn wäre nämlich kurz später an der Stelle gewesen und möglicherweise in die Trümmer gekracht.

Der Lokführer war für eine Leiharbeitsfirma unterwegs. Ihr empfiehlt die BEU, ihr Personal besser zu schulen.

Unsere Quelle:

Sendung: WDR2, WDR2 für Sauerland, Siegerland und Südwestfalen, 19.08.2026, 07:30 Uhr

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