Fast fünf Jahre nach der Flutkatastrophe von 2021 liegen neue Erkenntnisse zum Zustand des Frei- und Hallenbads in Altena-Dahle vor. Die beauftragten Fachplaner haben die Schäden deutlich genauer untersucht als in einer ersten Machbarkeitsstudie unmittelbar nach dem Hochwasser.
Das Ergebnis überrascht: Die Schäden sind wesentlich umfangreicher als zunächst angenommen. Vor allem beim Hochwasserschutz, der Gebäudetechnik und der Statik wären aufwendige Maßnahmen nötig. Hinzu kommen gestiegene Anforderungen an Energieeffizienz und Starkregenschutz sowie deutlich höhere Baupreise.
Schäden deutlich größer als erwartet
Nach aktuellen Berechnungen würden die Kosten für eine reine Sanierung rund zweieinhalb Mal höher ausfallen als ursprünglich geschätzt.
Auch das Hallenbad wurde überschwemmt
Neubau könnte Millionen sparen
Damit rückt ein kompletter Ersatzneubau des Frei- und Hallenbads in den Fokus. Nach Einschätzung der Fachplaner wäre ein Neubau nicht nur besser planbar, sondern auch wirtschaftlicher. Die Kosten könnten demnach zwei bis vier Millionen Euro unter denen einer Sanierung liegen.
Auch Bezirksregierung dafür
Auch die Bezirksregierung Arnsberg unterstützt diesen Weg. Nach Angaben der Stadt wurde bereits ein erster Entwurf für einen Neubau erstellt. Zwar sind weitere Ausschreibungen notwendig, größere Verzögerungen erwartet die Stadt aber nicht.
Ziel bleibt ein modernes Frei- und Hallenbad in Dahle, das künftig besser gegen Hochwasser und Starkregen geschützt ist.
Unsere Quellen:
- Stadt Altena
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR 2 Lokalzeit Südwestfalen, 26.06.2026, 06.30 Uhr