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Schulstraßen sicherer machen NRW erprobt neue Wege gegen Elterntaxis

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Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis zum Schultor bringen, gefährden andere. Jetzt werden neue Methoden dagegen ausprobiert.

NRW testet neue Methoden gegen Elterntaxis: Bei Modellversuchen werden zum Beispiel versenkbare Poller oder digitale Schranken ausprobiert. Sie sollen verhindern, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis zum Schultor fahren.

Elterntaxis vor Schulen gefährden Kinder

Diese Elterntaxis sorgen regelmäßig für brenzlige Situationen zu Schulbeginn und -ende: Die Autos gefährden Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Für die Versuche in drei Städten, die nun starten, gibt das Land bis zu 270.000 Euro. "Mit den drei Modellprojekten testen wir, wie Technik Schulstraßen noch sicherer machen kann", sagte Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne).

Bereits jetzt können in Nordrhein-Westfalen so genannte Schulstraßen eingerichtet werden. Diese sind dann zu Bring- und Abholzeiten für Autos gesperrt. Das Problem: Einige Eltern ignorieren die entsprechenden Schilder und fahren trotzdem in die eigentlich gesperrten Straßen ein. Die Modellversuche sollen zeigen, wie das technisch am besten verhindert werden kann.

In Wesseling werden zum Beispiel an einer Schulstraße zwei automatische Poller installiert, um die Schulstraße abzusperren. Für berechtigte Fahrzeuge, zum Beispiel von Anwohnenden, können die Poller heruntergefahren werden. Wer zu diesen Berechtigten gehört, wird per Kennzeichenerkennung festgestellt.

Automatische Poller oder App

Die Stadt Bocholt setzt dagegen auf eine Zufahrtsregelung per App und kontaktloser RFID-Technik, wie sie aus Bankkarten und Handys bekannt ist. In Lohmar wird rund um eine Schule eine Kennzeichenerkennung mit visuellem Warnsystem und einer digitalen Schranke installiert. Das soll zusätzlich Stau auf Nebenstrecken reduzieren.

Bei den drei Versuchen ersetze man "das Verkehrsschild durch echte Zufahrtkontrolle", sagte Minister Krischer. Sie sind das Ergebnis eines landesweiten Förderwettbewerbs. Die Projekte werden begleitet und ausgewertet. So will das Land herausfinden, welche technischen Lösungen sich in der Praxis bewähren.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer
"Davon profitieren die Kinder auf ihrem Schulweg in Wesseling, Lohmar und Bocholt, und wir gewinnen wichtige Erfahrungen für weitere Kommunen in NRW." NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne)

Schulstraßen werden beliebter

Landesweit haben die Kommunen insgesamt 93 Schulstraßen eingerichtet, 19 weitere werden voraussichtlich noch in diesem Jahr folgen. Das teilte das Verkehrsministerium zum Schulstart mit, der für Mittwoch ansteht.

NRW hatte vor knapp drei Jahren als erstes Bundesland einen landesweiten Erlass für Schulstraßen herausgegeben, um die Einrichtung zu erleichtern. Seitdem gibt es immer mehr davon, im Vergleich zum August 2025 hat sich ihre Zahl zum Beispiel verdoppelt. Die Kommunen können sich außerdem durch landesweite Koordinierungsstellen dazu beraten lassen.

Neue Modellversuche gegen Elterntaxis in Schulstraßen

WDR Studios NRW 31.08.2026 38 Sek. Verfügbar bis 30.08.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Verkehrsministerium NRW

Sendung: WDR 2 Nachrichten, Neue Modellversuche gegen Elterntaxis in Schulstraßen, 31.08.2026, 11:00 Uhr

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