Experten checken 10.000 Bäume
WDR. 02:25 Min.. Verfügbar bis 28.07.2028.
Für das Sauerland gibt es vorsichtigen Optimismus: Nach den massiven Schäden durch Borkenkäfer und Trockenheit seit 2018 hatte sich der Waldzustand im vergangenen Jahr leicht verbessert. Trotzdem bleibt die Situation angespannt - besonders Eichen gelten weiterhin als stark gefährdet.
Mit Fernglas Richtung Baumkrone
Darum prüfen derzeit Zweier-Teams von Wald und Holz NRW die Bäume im Sauerland. Mit Ferngläsern prüfen die Fachleute Blatt- und Nadelverluste, Rindenschäden sowie Hinweise auf Schädlinge oder Pilzbefall. Die Ergebnisse helfen, den Zustand der Wälder langfristig zu beobachten und Schutzmaßnahmen gezielt zu planen.
"Was wir bräuchten, ist ein Landregen - am besten eine Woche lang." Christoph Grüner, Revierförster aus Arnsberg-Breitenbruch
Im Arnsberger Wald liegt viel trockenes Laub.
Was die Wetterextreme wie Hitze und Starkregen mit dem Wald machen, merkt auch Christoph Grüner, Revierförster aus Arnsberg-Breitenbruch. "Bei Starkregen kommt das Wasser gar nicht tief genug in den Boden, darum bekommen Bäume und Pflanzen viel zu wenig Flüssigkeit", berichtet Christoph Grüner.
Städte kämpfen gegen Hitze an
Auch Städte haben mit der Hitze zu kämpfen. "Wir haben mit trockenen, vom Pilz befallenen Bäumen zu kämpfen. Die jungen Bäume bewässern wir regelmäßig", so Marc Giebels vom Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer. In Iserlohn-Letmathe war vergangene Nacht ein Baum auf die Straße gestürzt. Er war stark vertrocknet, berichten die Einsatzkräfte vor Ort.
Quellen:
- Wald und Holz NRW
- Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer
- Christoph Grüner, Förster aus Arnsberg
Sendung: WDR.de, Experten nehmen 10.000 Bäume unter die Lupe, 28.07.2026, 11:28 Uhr