Schuleinkauf im 100-jährigen Schreibwarenladen vor den Sommerferien

WDR 03:14 Min. Verfügbar bis 15.07.2028

Einkauf vor dem Schulstart Tipps zum Material fürs neue Schuljahr

Stand:

Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr. Spätestens mit den Zeugnissen bringen viele Kinder die Materialliste für das nächste Schuljahr mit nach Hause. Und wer denkt, ein paar Hefte und Stifte seien schnell besorgt, merkt oft: Die Wünsche der Schulen sind ziemlich genau. Hier sind ein paar Tipps.

Von
Logo des Westdeutschen Rundfunk
Hartmut Vollmari

Farbkasten, Buntstifte, Bleistifte und Hefte stehen fast überall auf der Liste. Doch dann wird es kompliziert. Welche Lineatur muss das Heft haben? Welchen Härtegrad soll der Bleistift haben? Nicht umsonst füllen solche Fragen an manchen Grundschulen einen ganzen Elternabend.

Tipp 1: Farbkasten mit einzelnen Farben

Eigentlich dürfen Schulen keine Marken empfehlen. Trotzdem gibt es Produkte, die viele Eltern am Ende doch kaufen. Zum Beispiel bestimmt Farbkästen, bei denen man einzelne Farben nachkaufen kann. Praktisch, denn Gelb für die Sonne ist oft als erstes leer.

Tipp 2: Gemeinsam kaufen

Manche Schulklassen kaufen zum Beispiel Hefte inzwischen gesammelt ein. Die Eltern zahlen in eine Gemeinschaftskasse, die Schule oder Klassenleitung organisiert den Einkauf. Das kann günstiger sein und hat einen praktischen Vorteil: Ist ein Heft voll, liegt meist schon Ersatz bereit.

Geöffnetes Federmäppchen mit Stiften, Wasserfarbkasten und weitere Schulmaterialien liegen auf einem Tisch.

Schulsachen sind teuer! Unter Umständen gibt es für Eltern aber Unterstützung vom Land.

Andere Pädagoginnen und Pädagogen sehen das kritisch und möchten, dass sich Eltern und Kinder selbst um die Materialien kümmern und Verantwortung übernehmen.

Tipp 3: Schlicht statt schön

Für Eltern der Erstklässler kommt noch eine besondere Aufgabe dazu: Alles beschriften. Bei Heften, Radiergummis oder Turnbeuteln sind große Druckbuchstaben oft die bessere Wahl als ein kunstvoll geschriebener Namenszug. Schließlich lernen Kinder die Druckbuchstaben zuerst.

Tipp 4: Schreibwarenläden kennen die Listen

Viele Fachgeschäfte und Schreibwarenläden wissen genau, welche Materialien an den Schulen vor Ort gebraucht werden.

Eine Frau zeigt das Sortiment eines Schreibwarenladens vor und lächelt in die Kamera.

Monika Ewering ist DIE Anlaufstelle in Metelen für Schulmaterialien.

In Metelen führt Monika Ewering einen Schreibwarenladen, den es seit 100 Jahren gibt. Die Wünsche der einzigen Grundschule im Ort kennt sie genau. Bei Heftern, Klebestiften oder Farbkästen sei die Qualität nicht egal. "Da wird der Grundstein fürs Lernen gelegt, in der Grundschule."

"Mit einem guten Farbkasten merken die Kinder, hey, das macht Spaß auch für die kommenden Jahre." Monika Ewering

Finanzielle Unterstützung möglich

Generell gehen die Materialien oft ganz schön ins Geld. In NRW gibt es die Möglichkeit ein Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) zu beantragen. Bis zu 195 Euro pro Schuljahr für Stifte, Hefte, Tornister oder Taschenrechner sind möglich.

Unsere Quellen:

  • Familienministerium NRW
  • Gespräche mit Grundschulen
  • Gespräche mit Einzelhändlerin Monika Evering
  • Gespräche mit Kunden und Eltern

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 15.07.2026, 19:30 Uhr

Weitere Beiträge aus NRW

1 / 2