Ein Dummy dient zur Reanimationsübung

Welt-Erste-Hilfe-Tag Fünf Tipps, wie ihr im Notfall anderen optimal helft

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Erste Hilfe ist weit mehr als Wiederbelebung. Wir haben fünf praktische Tipps, die im Alltag jeder gebrauchen kann.

Heute ist wieder der Welt-Erste-Hilfe-Tag - wie jedes Jahr am zweiten Samstag im September. Der Aktionstag, an dem sich inzwischen mehr als 150 Länder beteiligen, erinnert daran, wie wichtig schnelles und richtiges Handeln bei Unfällen oder Notfällen ist. Oft vergeht wertvolle Zeit, bis der Rettungsdienst vor Ort ist und Verletzte professionell versorgt. In dieser Phase sind zur Überbrückung Ersthelfer gefragt.

Aber auch im Alltag kommt es immer wieder zu kleineren Notfällen. Wir haben für euch fünf Tipps, wie ihr andere, die eure Hilfe brauchen, perfekt unterstützt.

Nasenbluten

Ein Mann mit Glatze steht vor einer Feuerwehrwache

Feuerwehrmann Thomas Scharschmidt aus Bochum

Bildquelle: WDR

Thomas Scharschmidt, Feuerwehrmann in Bochum und ausgebildeter Notfallsanitäter rät, den Kopf nicht nach hinten zu legen, sondern nach vorne. Liegt der Kopf nach hinten, laufe erfahrungsgemäß das Blut im Rachenraum zurück. Das könne unter Umständen begleitend noch Übelkeit verursachen.

Besser sei es, den Kopf etwas nach vorne zu beugen, einen kalten Waschlappen in den Nacken zu legen oder vielleicht auch auf die Nasenpartie und es langsam herauströpfeln lassen, so Scharschmidt gegenüber dem WDR.

Kleinere Brandverletzungen

Kleinere Brandverletzungen nicht mit Eis kühlen, sondern mit lauwarmem bis kühlem Leitungswasser, sagt Scharschmidt. So werde das Hautgewebe nicht weiter geschädigt.

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Wundpflaster

Ein Wundpflaster sollte man nicht einfach um den Finger wickeln. Besser ist es laut Scharschmidt, das Pflaster mit der Schere an jeder Seite einzuschneiden, um es über Kreuz zu legen. "Das hält so viel besser."

Herzdruckmassage

Bei einer ohnmächtigen Person, die nicht mehr atmet, müsst ihr sofort den Notruf 112 wählen und mit einer Herzdruckmassage beginnen. Hierfür die betroffene Person flach auf den Rücken auf einem harten Untergrund legen. Macht den Oberkörper der Person frei. Jetzt geht's los mit der Herzdruckmassage:

  • Setzt den Ballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs, legt die andere Hand darauf und verschränkt die Finger.
  • Drückt das Brustbein des oder der Ohnmächtigen fünf bis sechs Zentimeter nach unten.
  • Drückt schnell und gleichmäßig in einem Rhythmus von 100-120 Schlägen die Minute. "Um den Rhythmus zu finden, kann ein Ton von der Notrufstelle helfen", so Scharschmidt. Oder beispielsweise ein bekannter Song der Popgruppe Bee Gees - nämlich "Stayin' Alive".

Reanimation | Kurzvideo

Bildquelle: Wdr

42 Sek. Verfügbar bis 09.07.2027

"Entscheidend ist, keine Berührungsänste zu haben, sondern im Zweifel so schnell wie möglich die 112 zu wählen", sagt Scharschmidt. Denn dies kann Menschenleben retten.

Verschlucken eines Fremdkörpers

Immer wieder kommt es vor, dass Babys Fremdkörper verschlucken. Das führt bei ihnen durch Atemprobleme zu einem Kreislaufstillstand. Hier ist die Wiederbelebung anders als beim Erwachsenen. "Man legt das Baby auf den Arm, den Kopf gesichert leicht nach unten. Dann auf den Rücken klopfen bis der Fremdkörper rauskommt", erklärt Steffen Schulz, Erste-Hilfe-Ausbilder des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Weitere allgemeine Erste-Hilfe-Maßnahmen und Hinweise findet ihr beim auf der Website des DRK.

Welt-Erste-Hilfe-Tag: Fünf Tipps, wie ihr im Notfall anderen optimal helft

WDR 12.09.2026 1 Min. 27 Sek. Verfügbar bis 11.09.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Thomas Scharschmidt, Feuerwehrmann in Bochum und ausgebildeter Notfallsanitäter gegenüber dem WDR
  • Website des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)

Sendung: WDR.de, Welt-Erste-Hilfe-Tag: Fünf Tipps, wie ihr im Notfall anderen optimal helft, 12.09.2026, 5:00 Uhr

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