AfD-Demo auf dem Aachener Katschhof

Proteste gegen AfD in NRW Tausende Menschen gehen nach AfD-Sieg auf die Straße

Stand:

Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt gab es in einigen Städten in NRW Demonstrationen. Weitere sind geplant.

Nach dem klaren Wahlsieg der AfD am Sonntag haben zahlreiche Organisationen und Bündnisse zum Protest aufgerufen. Auf dem Katschhof vor dem Aachener Dom versammelten sich nach einem Protestzug am Montagabend laut Polizei rund 3.000 Demonstranten. Das "Gegenhalten"-Bündnis hatte zu der Demonstration unter dem Motto "Faschismus ist keine Alternative" aufgerufen. In zahlreichen Reden machen die Veranstalter klar, dass man sich nicht einschüchtern lasse und der AfD nicht das Feld überlassen wolle.

Teilnehmende einer Demonstration am Katschhof in Aachen halten einen Banner mit der Aufschrift: "Mir stonn zesamme für Demokratie!"

Ein Banner auf der Demo am Katschhof in Aachen.

Bildquelle: WDR

Bei der Demo "Zeit für Solidarität" in Essen haben laut Polizei und Veranstalter 1.200 Menschen teilgenommen. Aufgerufen hatte das Bündnis "Essen stellt sich quer". Vielen der Teilnehmenden war wichtig, "ein Zeichen zu setzen" berichtet WDR-Reporterin Nastaran Amirhadji.

Reporterin Nastaran Amirhadji berichtet von der Demo "Zeit für Solidarität" aus Essen

Bildquelle: WDR

Aktuelle Stunde 07.09.2026 19 Min. 28 Sek. UT Verfügbar bis 07.09.2028 WDR

In Bielefeld organisierte das Aktionsbündnis "Zusammenkommen für Solidarität" am frühen Montagabend einer Kundgebung am Leineweberbrunnen. Motto: "Nicht verzweifeln. Aktiv werden jetzt." Laut einem WDR-Reporter vor Ort nahmen rund 200 Menschen daran teil.

Ein Banner mit der Aufschrift "AfD-Jugend stoppen" bei eine Kungebung in Bielefeld.

Die Kundgebung in Bielefeld.

Bildquelle: Mai Schiller/WDR

In Münster versammelten sich etwa 400 Menschen auf der Stubengasse. Vor allem Familien, Senioren und Studierende folgten dem Aufruf des Bündnisses "Kein Meter den Nazis".

Schon vor den ersten Hochrechnungen setzte sich am Sonntagnachmittag die erste Anti-AfD-Demonstration in Bewegung. In Kerpen (Rhein-Erft-Kreis) protestierten rund 500 Menschen gegen eine öffentliche "Wahlparty", die von örtlichen AfD-Funktionären zur Feier der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt veranstaltet wurde.

Proteste auch in Berlin und Potsdam

In Berlin versammelten sich am Montag rund 2.500 Demonstrierende vor dem Brandenburger Tor. Auch in Potsdam trafen sich am Abend Demonstranten am Alten Markt, um gegen die AfD zu demonstrieren. "Die Möglichkeit einer AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt erfüllt uns mit großer Sorge", schrieben die Veranstalter des Bündnisses "Potsdam! bekennt Farbe!".

Dienstag in Köln: Kundgebung gegen AfD

Eine größere Kundgebung mit Demonstration am Dienstag in Köln plant das Bündnis "Köln stellt sich quer". Ab 17 Uhr am Heumarkt.

Proteste am Wochenende: Weitere Aktionen gegen Rechts in NRW

In Düsseldorf haben für Samstag, 14 Uhr, am Immermannplatz die Organisation "Prüf", die sich für ein AfD-Verbot einsetzt, und "Düsseldorf stellt sich quer" eine Demo "gegen AfD und rechte Hetze" angekündigt.

Ebenfalls am Samstag, 12. September, steht am Jahnplatz in Bielefeld ab 13 Uhr eine weitere Demo mit Kundgebung an. Das Motto der Organisatoren von "Bielefelder Bündnis gegen Rechts" und "Bielefeld ist bunt und weltoffen".

Auch in kleineren NRW-Städten gibt es in dieser Woche Aktionen: Am Samstag ruft zum Beispiel das "Bündnis gegen Rechts" zur Demo nach Hückelhoven (Kreis Heinsberg). Startpunkt ist 17:30 Uhr am Hartlepooler Platz.

Unsere Quellen:

  • Social-Media-Profile der Veranstalter
  • Homepage Demokrateam
  • WDR-Reporter vor Ort

Anti-AfD-Demos

WDR 07.09.2026 1 Min. 7 Sek. Verfügbar bis 06.09.2028 WDR Online

Sendung: WDR.de, Nach dem AfD-Wahlsieg: Demoaufrufe in NRW-Städten, 07.09.2026, 19:56 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 07.09.2026, 18:45 Uhr

Weitere Beiträge zur Politik in NRW

1 / 2