Kohlekraftwerke sollen wegen Ukraine-Krieg in Reserve bleiben

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Die Landesregierung hat erneut mit Wirtschaft und Gewerkschaften über die ökonomischen Folgen des Ukraine-Kriegs beraten. Ein komplettes Energie-Embargo gegen Russland wird im Industrieland NRW weiter abgelehnt.

Pinkwart bedauert Verzicht auf längere AKW-Laufzeiten

Details zu einzelnen Kohlekraftwerken blieben vorerst offen. Entscheiden muss über eine längere Laufzeit ohnehin der Bund und nicht das Land. Energiekonzerne wie RWE hatten bereits im März eine Prüfung angekündigt, welche Kohlekraftwerke im Notfall wieder ans Netz gehen oder länger als geplant am Netz bleiben könnten.

Übereinstimmend machten Vertreter von Landesregierung, Unternehmern und Gewerkschaften nach dem Treffen in Düsseldorf klar, dass man ein Gas-Embargo gegen Russland weiter ablehnt. Ein vollständiges Energieembargo hätte "irreparable Schäden" mit dem Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen gerade in NRW zur Folge, warnte Ministerpräsident Wüst. Der CDU-Politiker wiederholte das Ziel, so schnell wie möglich unabhängig von russischen Energielieferungen zu werden. Er forderte zudem erneut eine stärkere Entlastung von Wirtschaft und Pendlern.

Grüne vermissen "konkrete Taten"

Die Grünen-Energieexpertin im Landtag, Wibke Brems, sagte, jetzt seien "konkrete Taten" gefragt. "Es macht mich zunehmend fassungslos: Auch nach sieben Wochen Krieg in der Ukraine wartet NRW noch immer auf konkrete Maßnahmen, wie die Landesregierung Energiewende und Klimaschutz hier vor Ort beschleunigen wird", sagte Brems und kritisierte erneut einen zu langsamen Ausbau der erneuerbaren Energien in NRW in der Regierungszeit von Schwarz-Gelb.

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