Zwei Kinder sitzen bei Dunkelheit vor einem Regal mit Spielen und Büchern und spielen auf zwei Laptops Computerspiele

Warum will ich abends nicht ins Bett und morgens nicht raus?

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In dieser Woche kommen die Fragen aus Warstein, von der Lioba Grundschule. Ida, Mia und Emma möchten gerne von der Maus wissen: Warum will ich abends nicht ins Bett und morgens nicht raus?

Von Frank Krieger

Warum will ich abends nicht ins Bett und morgens nicht raus?

WDR 2 Frag doch mal die Maus 14.06.2023 01:40 Min. Verfügbar bis 12.06.2033 WDR 2


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Die Maus hat von Schlafexperten erfahren, dass es bei Erwachsenen für dieses Phänomen sogar einen Namen gibt: "Revenge Bedtime Procrastination" – also das freiwillige, aber eigentlich unnötige Aufschieben der Schlafenszeit. Auch wenn man weiß, dass man dadurch am nächsten Morgen schlapp und unausgeschlafen sein wird. Und warum macht man das? Man hat am Tag so viel zu tun, dass man den Eindruck hat, zu wenig Kontrolle über seine eigene Zeit zu haben. Abends will man diese Zeit für sich selbst dann nachholen - und bummelt viel zu lange herum und geht zu spät schlafen.

Und warum wollen Kinder abends nicht ins Bett und morgens nicht raus? Das sagen die Experten:

Möglichkeit eins: Tagsüber sitzt man nur in der Schule, nachmittags vor dem Fernseher oder der Spielkonsole – dann kann man abends nicht schlafen, weil man sich nicht wirklich viel bewegt hat. Kinder müssen genau wie Erwachsene geistig und körperlich ausgelastet sein.

Möglichkeit zwei: Der Tag ist zu voll und stressig. Dann schwirren einem abends noch viele Dinge im Kopf herum – dadurch ist Schlafen auch nicht angesagt. Der Tipp von Experten: Auch tagsüber mal eine kleine Pause einlegen, damit man sich ausruhen und etwas Abstand gewinnen kann.

Hinzu kommt: Erwachsene brauchen weniger Schlaf als Kinder und gehen dementsprechend später ins Bett als der Nachwuchs. Auch wenn sie die Zeit nur damit verbringen, die Spülmaschine einzuräumen und Wäsche zu falten, könnte es ja dennoch sein, dass genau in dieser Zeit total spannende Dinge passieren. Und man als Kind etwas verpasst.

Und warum kommt man morgens nicht gut aus dem Bett? Zum einen kann es daran líegen, dass man zu wenig oder zu schlecht geschlafen hat. Kinder brauchen deutllich mehr Schlaf als Erwachsene – 10-Jährige ungefähr 9-11 Stunden. Hinzu kommt - und das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene: Schule oder Job sind meist einfach nicht so spannend wie Filme schauen, spielen oder Sport am Abend.

Die Antwort lautet also:

Für das Hinauszögern des Zubettgehens kann es bei Kindern verschiedene Gründe geben: Sie sind tagsüber nicht ausgelastet - körperlich, geistig, oder beides. Oder - ganz im Gegenteil - der Tag war so stressig oder aufregend, dass sie abends nicht abschalten können. Hinzu kommt: Abendliche Freizeitbeschäftigungen sind oft interessanter und spannender als Schule am nächsten Morgen.

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