Nach dem Tennisspielen müssen die Spieler den Platz mit einem Netz abziehen. Rote Tennisplätze müssen auch immer wieder gewässert werden, sonst wird es staubig. Und ab und an muss der Platzwart die Spielfelder mit einer Walze glatt ziehen. Weil da roter Sand drauf ist. Aber ist das Sand? Durchaus, aber ein ganz besonderer. Experten sagen dazu "Ziegelmehl".
Das wird tatsächlich aus Dachziegeln, Bausteinen aus Ton oder aus Ziegelsteinen hergestellt, mit denen man auch Häuser bauen kann. Und die sind eben rot. Diese Dachziegel werden fein zerkleinert und gesiebt. Durch das Wasser und Glattziehen verzahnen sich die scharfkantigen Ziegelkrümel auf dem Platz ineinander.
Rote Tennisplätze mit Ziegelmehl haben eine dämpfende Eigenschaft. Das ist für die Spieler gut, weil die Gelenke geschont werden. Und der Ball ist nicht so schnell. Auch er wird auf der Sandschicht gedämpft. Auf einem harten Tennisplatz ist das anders.
In Amerika und in Kanada gibt es auch grünen Sand. Er wird aus einem anderen, grünen Material hergestellt. Die Bälle lassen sich hier etwas schneller spielen als auf rotem Sand.
Noch schneller sind die Bälle auf einem Hart- oder Rasenplatz.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 15.07.2026, 07.40 Uhr