Gewitterwürmchen, Gewittertierchen, Gewitterfliegen – die winzigen Insekten haben viele Namen, sie werden auch Fransenflügler genannt. Das Fachwort ist "Thripse". Es gibt sehr viele verschiedene Arten.
Wenn ein Gewitter aufzieht, dann tauchen sie plötzlich in Schwärmen auf. Man sieht sie also vor allem im Sommer, wenn es schwül-warm ist. Und auch im Winter gibt es sie schon mal in der Wohnung.
Thripse können nicht wirklich gut fliegen. Im Sommer lassen sie sich von der warmen Luft überall hintragen. Sie schweben also durch die Luft, ein bisschen so wie Vögel durch die Luft gleiten. Das machen Thripse nicht direkt am Boden, sondern durch den Wind vor allem weit oben, in höheren Luftschichten. Dort sind sie, wenn gerade kein Gewitter herrscht.
Aber wenn ein Gewitter aufzieht – dann trudeln sie nach unten. Setzen sich auf Gartenstühle, auf den Rasen, auf unser T-Shirt. Wo sie landen, ist aber eher Zufall.
Experten vermuten: Zieht ein Gewitter auf, dann spüren die Gewitterwürmchen das. Sie sinken dann nach unten, auch andere Insekten machen das.
Wenn sie nicht gerade irgendwo herumschweben, fressen Thripse Pflanzen. Genauer: Sie saugen daran. Im Winter fühlen sich die Gewitterwürmchen auch in unserer Wohnung ziemlich wohl. Schweben durch die trockene, warme Heizungsluft. Für uns Menschen sind sie aber total ungefährlich.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 13.07.2026, 07.40 Uhr