Das Wort Pflaster wurde früher für eine Salbe verwendet, die man auf Wunden streicht. Dann wurde Pflaster auch für Straßen übernommen, auf die man einen Belag macht.
Früher sahen die meisten Straßen anders aus als heute. Das waren einfach irgendwelche Wege, manchmal einfach nur festgestampfte Erde. Das Problem: Wenn die nass wurde, dann wurde man schmutzig und alles versank im Dreck. Deswegen hat man Steine genommen, sie zurechtgeklopft und auf dem Boden verlegt.
Im Mittelalter nannten die Menschen das "Katzenkopfsteinpflaster", weil diese Steine in etwa die Größe eines Katzenkopfs hatten. Und weil es so aussah, als hätte die Straße jetzt viele kleine Köpfe. Aus Katzenkopfsteinpflaster wurde irgendwann einfach nur "Kopfsteinpflaster".
Handwerker bezeichnen auch die Fläche, die nach oben zeigt, als Kopfseite. Da Straßen mit Kopfsteinpflaster nicht so eben sind wie Asphaltstraßen und es kleine Lücken zwischen den Steinen gibt, rumpelt es, wenn wir darüber fahren.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 17.09.2026, 07.40 Uhr