Eine richtige Nase haben Vögel nicht, hat die Maus herausgefunden. Aber sie haben Riechlöcher.
Früher haben viele Wissenschaftler gesagt: Riechen spielt bei Vögeln keine große Rolle. Angeblich, weil der Teil des Vogel-Gehirns, der fürs Riechen zuständig ist, dafür zu klein ist – besonders bei Singvögeln.
Inzwischen gehen Wissenschaftler davon aus, dass das Riechen für Vögel wichtig ist, einige Vögel können sogar richtig gut riechen.
Es kommt immer drauf an, ob sie ihren Geruchssinn brauchen. Kiwis in Neuseeland etwa riechen ziemlich gut, weil sie sich nachts mit ihrem Geruchssinn orientieren müssen.
Zebrafinken finden ihr Nest über den Geruch wieder und können sich auch untereinander am Geruch unterscheiden. Geier riechen ihr Essen – sie nehmen Aasgeruch wahr und fliegen dann gezielt dorthin, wo es etwas Leckeres gibt.
Genau wie Störche: Sie riechen frisches Gras – wenn die Wiese frisch geschnitten wurde, ist nämlich die Chance besonders groß, an Frösche und Schnecken zu kommen.
Forscher des Max Planck Instituts haben der Maus erklärt: Auch wenn man es ihnen nicht ansieht, Vögel können sehr wohl riechen. Stare wählen ihr Nistmaterial anhand des Geruchs aus. Und Zugvögel orientieren sich bei ihrem Flug in den Süden auch am Geruch.
Die Antwort lautet also:
Viele Vogelarten haben keinen besonders starken Geruchssinn. Es gibt allerdings einige, die recht gut riechen können, da ihnen dies bei Futtersuche oder Partnerwahl hilft: Dazu zählen so unterschiedliche Vogelarten wie Kiwis, Truthahngeier oder Zebrafinken.
Habt ihr auch eine Frage an die Maus?
Jeden Morgen beantwortet die Maus bei WDR 2 Kinderfragen zu den spannendsten Themen. Ihr wollt auch etwas wissen? Dann stellt der Maus Eure Frage.
*Pflichtfelder