Katzengold kann man auch bei uns in NRW finden. Zum Beispiel am Ufer von Flüssen. Es glitzert golden.
Aber mit wirklichem Gold hat das Katzengold nichts zu tun. Es besteht aus Eisen und Schwefel, Chemiker nennen das Material Eisensulfid. Es ist viel härter als Gold.
Wenn man mit dem Katzengold an etwas Hartem reibt, entsteht ein schwarzer Strich. Bei richtigem Gold wäre der Strich golden.
Das Mineral, das Katzengold genannt wird, ist ein Pyrit – das ist griechisch und bedeutet Feuerstein. Schon in der Steinzeit haben Menschen einen harten Stein genommen und ihn ans Katzengold geschlagen: Ein Funke entsteht - und damit kann man dann Feuer machen.
Warum heißt es Katzengold? Da hat die Maus verschiedene Geschichten gefunden:
Wir sagen "Katzenwäsche", wenn sich jemand nicht richtig wäscht. Und Katzengold ist demnach kein richtiges Gold.
Früher hat man Katzen viel Schlechtes nachgesagt. Vielleicht kommt es daher.
Katzengold wurde früher auch Kazzungold genannt. Kazzun ist das gelbe Harz von Kirschbäumen – und wurde auch für alles benutzt, was nach Gold aussieht, aber keins ist.
Einige sagen: Früher wurde Katzengold auch Ketzergold genannt. Ein Ketzer war jemand, der in den Augen der Kirche eine falsche Meinung hatte. Manche sagen auch Narrengold – weil nur ein Narr denkt, dass das Mineral Gold ist.
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Sendung: WDR 2 Das Morgenmagazin, 03.09.2026, ab 5:05 Uhr