Den einen Erfinder vom Kaugummi gibt es nicht, hat die Maus herausgefunden. Schon seit Jahrtausenden haben Menschen auf etwas herumgekaut. In Südschweden wurde ein Klumpen Birkenpech mit Zahnabdrücken gefunden, der mehr als 9.000 Jahre alt war.
Warum haben Menschen damals gekaut? Vielleicht, um etwas weicher zu machen, das man dann weiterverarbeiten konnte? Birkenpech ist nämlich verkokeltes Birkenholz. Bestimmt nicht sehr lecker.
Auch die alten Ägypter und Griechen hatten Kaukügelchen. Aus Baumharzen und mit was Süßem dazu. Da ging es auf jeden Fall um den Genuss. Und die Mayas haben Kaugummi aus dem Saft eines Baums hergestellt.
Daraus wollte vor ungefähr 170 Jahren ein Amerikaner, Thomas Adams, eigentlich Autoreifen herstellen. Das funktionierte aber nicht und er hat kurzerhand Geschmack dazugemischt und es als Kaugummi verkauft.
Ein amerikanischer Zahnarzt hat sich dann ganz offiziell das Patent gesichert – für die Herstellung von Kaugummi. William Finley Semple sagte damals: Das ist gut für die Zähne.
Die Maus schüttelt den Kopf: Wenn im Kaugummi Zucker ist, dann ist das nicht so gut für die Zähne.
Der große Siegeszug des Kaugummis begann dann vor über 130 Jahren: Eine Seifenfabrik wurde zum weltweit größten Kaugummihersteller. Der Chef hieß William Wrigley.
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Sendung: WDR 2 Das Morgenmagazin, 10.09.2026, ab 5:05 Uhr