Die Flagge des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vor dem Gebäude des Internationalen Strafgerichtshofs.

Kreuzzug gegen Int. Strafgerichtshof

Die USA führen eine Art Kreuzzug gegen den Internationalen Strafgerichtshof. Sie verfolgen Richter und Ankläger sogar persönlich. Grund sind die Haftbefehle gegen mutmaßliche israelische Kriegsverbrecher. Jean-Marie Magro berichtet.

Die USA haben erklärt, dass sie den Internationalen Strafgerichtshof Stück für Stück zerlegen wollen. Der Grund: Richter und Staatsanwälte hatten es gewagt, Internationale Haftbefehle gegen mutmaßliche israelische Kriegsverbrecher zu erwirken. Darunter der amtierende Regierungschef Netanjahu und sein Verteidigungsminister Gallant.

In einem bislang einmaligen Vorgang wurden Vertreter des Strafgerichtshofes persönlich bis in ihr Privatleben verfolgt. Sie stehen auf der US-Sanktionsliste. Ihre Arbeit wird behindert, Bankkonten werden gekündigt, Kreditkarten gesperrt, Dienste wie Uber oder AirBnB sind nicht verfügbar.

Das ARD-Studio Brüssel hat mit einem der sanktionierten Richter gesprochen, der vor allem eine Sache betont: Die EU muss souveräner werden, damit nicht weitere Europäer sein Schicksal teilen.

Autor: Jean-Marie Magro

Redaktion: Detlef Schlockermann

Sendung: WDR 5, Neugier genügt, 31.08.2026, 10:04 Uhr

Kreuzzug gegen Internationalen Strafgerichtshof

WDR 5 Neugier genügt - das Feature 31.08.2026 16 Min. 9 Sek. Verfügbar bis 31.08.2027 WDR 5 Von Jean-Marie Magro


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