In einem sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) arbeiten verschiedene Fachleute unter einem Dach: Kinderärzt:innen, Psychiater:innen und Psycholog:innen, Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen, Physiotherapeut:innen, Sozialpädagog:innen. Die Kinder werden interdisziplinär untersucht, um zu analysieren, wo Hilfe ansetzen kann. Manchmal haben Eltern und Kind schon eine lange Diagnose-Odyssee hinter sich und die Hoffnung verloren. Und manchmal ist das Kind auch nur Symptomträger für Probleme in der Familie oder der Schule und eine rein medizinische Behandlung wäre nicht angebracht.
Ein SPZ kann für Familien eine Rettung sein. Allein in NRW gibt es 44 sozialpädiatrische Zentren, bundesweit sind es fast 170. Dennoch sind sie oft unbekannt. Dr. Wim Van Gerven ist Chef des SPZ im Rhein-Erft-Kreis. Er schildert die Arbeit vor Ort – und berichtet, vor welchen Problemen Familien und Kinder heute oft stehen.
Redaktion: Chris Hulin
WDR 5, Neugier genügt, Redezeit, Sendung vom 28.08.2026, 10:04 Uhr