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ARD Infonacht
Reichstag mit hell erleuchteter Kuppel im nächtlichen Berlin
22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Die Porträtaufnahme zeigt Ramona Wuttig mit roten Haaren, Brille und freundlichem Lächeln.

Ramona Wuttig – Mythos Chancengleichheit

Stand:

Wenig zu essen, schlechte Zähne, alte Kleidung – Ramona Wuttig ist in Armut aufgewachsen. Das hat ihren ganzen Lebensweg beeinträchtigt, doch sie hat es geschafft, ganz neu anzufangen.

Du musst dich nur genug anstrengen, dann kannst du alles erreichen. Diesen Satz hören wir oft, doch das ist reine Illusion, sagt Ramona Wuttig. Für Menschen, die jahrelang in prekären Verhältnissen leben, ist der Ausstieg daraus und ein Leben im Wohlstand kaum möglich.

Das hat sie selbst erfahren, denn sie wuchs in einer sehr armen Familie in einem kleinen Dorf in Thüringen auf. Nur mit übergroßer Anstrengung hat sie es geschafft, zu studieren und sich ein neues Leben aufzubauen.

Heute ist sie Soziologin, Psychologin und Autorin, doch dafür musste sie viele Opfer bringen und Hürden überwinden, angefangen vom fehlenden Selbstbewusstsein über Mobbing bis zum falschen Umgang mit Geld. Was wir brauchen, ist ein gesellschaftliches Umdenken und eine andere Politik mit Blick auf Chancengleichheit, sagt sie.

Buchtipp

Ramona Wuttig (2026): Aller Aufstieg ist schwer. Arm, ostdeutsch, Arbeiterkind – die Lüge von der Chancengleichheit. Hamburg: Rowohlt Polaris. 256 Seiten. ISBN: 978-3-499-01976-0.

Redaktion: Lars Schweinhage

Sendung: WDR 5, Neugier genügt, 22.09.2026, 10:04 Uhr

Ramona Wuttig – Mythos Chancengleichheit

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit 22.09.2026 26 Min. 50 Sek. Verfügbar bis 22.09.2027 WDR 5


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