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Ein Kind mit Seifenblasen

Was muss gesellschaftlich passieren, um Kinder möglichst gut zu fördern?

Was macht den Menschen aus? Unter anderem seine Verletzlichkeit, sagt der Philosoph Giovanni Maio. Bei Kindern ist das in besonderem Maß der Fall. Giovanni Maio plädiert deshalb für eine Kultur der Sorge. Das sieht er auch als gesellschaftliche Aufgabe.

Der Philosph Giovanni Maio

Der Philosph Giovanni Maio

Wir alle sind verletzlich. Physisch und psychisch. Diese Vulnerabilät gehört zum Leben dazu. Denn zu leben, bedeutet immer auch ein Risiko, in vielfacher Hinsicht. Seine Verletzlichkeit prägt den Menschen grundlegend mit, sie bestimmt sein Wesen – genau so wie der Umgang des Menschen mit dieser Verletzlichkeit.
Kinder werden mit Blick auf die Verletzlichkeit oft nur als “kleine Erwachsene“ betrachtet. Das hält der Philosoph Giovanni Maio für einen großen Fehler. Denn Kinder haben Fähigkeiten, die Erwachsene nicht besitzen, zum Beispiel eine radikale Offenheit der Welt gegenüber. Zugleich haben Kinder in vielerlei Hinsicht andere Bedürfnisse als Erwachsene – und vor allem sind sie natürlich viel stärker angewiesen auf Andere.
Die Verletzlichkeit und diese Angewiesenheit bedingen einander sogar, und der Umgang damit ist entscheidend für die Entwicklung: Wenn das Kind in Verhältnissen groß wird, die seiner Verletzlichkeit gerecht werden, kann daraus eine Ressource für den Rest des Lebens entstehen. Daraus entsteht für Giovanni Maio eine gesellschaftliche Aufgabe: es braucht eine Kultur der Sorge, die Kindern eine möglichst optimales Umfeld bietet.


Giovanni Maio: Verletzlichkeit der Kinder und wie sie umsorgt werden müssen

WDR 5 Das philosophische Radio 17.08.2026 54 Min. 52 Sek. Verfügbar bis 15.08.2028 WDR 5


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Wie unterscheidet sich die Verletzlichkeit der Kinder von der Erwachsener? Was braucht es, um der kindlichen Vulnerabilität gerecht zu werden? Was muss gesellschaftlich passieren, um Kinder möglichst gut zu fördern?Darüber haben Jürgen Wiebicke und Giovanni Maio vorab im Rahmen der philosophischen Radio-Tour diskutiert. Was ist ihre Meinung?

Schicken Sie uns eine E-Mail an philo@wdr.de.

Redaktion: Monika Kophal, Gundi Große

WDR 5, Das philosophische Radio, 17.08.2026, 19:04 Uhr