WDR 5 Tagesgespräch : Reaktion auf Drohnenangriff: Finden Sie das angemessen?
Die Bundesregierung hat auf den versuchten Sprengstoffanschlag mit einer Drohne am Flughafen in Leipzig Anfang August reagiert. Sie macht Russland verantwortlich. Außenminister Wadephul bestellte den Botschafter ein, kündigte unter anderem die Schließung russischer Einrichtungen in Bonn und Berlin an. Finden Sie das angemessen? Diskutieren sie mit ARD-Sicherheitsexperte Michael Götschenberg und Moderator Tobi Schäfer im WDR 5 Tagesgespräch!
Deutschland sei ein "Kriegsziel" Russlands, man befinde sich aber nicht im Krieg. Diese Formulierungen wählte Außenminister Johann Wadephul (CDU) gestern Abend. Russland als Urheber des veruchten Drohnenanschlags in Leipzig klar benennen, reagieren, aber nicht überreagieren: Der Vorfall sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben, eine weitere Eskalation aber vermieden werden.
Wadephul zählte die konkreten Maßnahmen auf, für die sich die Bundesregierung entschieden hat. Neben den russischen Einrichtungen, die geschlossen werden, sind russische Staatsbürger bei der Einreise nach Deutschland betroffen und Schiffe der Schattenflotte, auf die der Druck erhöht werden solle.
Zuvor hatte Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erläutert, welche Umstände und Spuren die russische Urheberschaft belegen. Andere Länder wählten zuletzt deutlichere Reaktionen auf russische Aktionen. Kritiker warnen indes vor weiterer Eskalation.
Wie beurteilen Sie die deutsche Reaktion? Ist sie angemessen, zu schwach oder zu heftig? Ist es richtig Russland, klar als Verantwortlichen zu benennen?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Michael Götschenberg, ARD-Sicherheitsexperte
Redaktion: Chris Hulin und Lars Schweinhage
WDR 5, Tagesgespräch, Sendung vom 02.09.2026