Wie weit soll die Zuckersteuer gehen?
Das Finanzministerium diskutiert eine Steuer auf Getränke mit Zucker und Süßungsmitteln. Bis zu 38 Cent sollten nach einem internen Papier pro Liter fällig werden. Geht das zu weit? Diskutieren Sie mit Luise Molling von Foodwatch und Moderator Ralph Erdenberger im WDR 5 Tagesgespräch!
Die Steuer soll den Zuckerkonsum senken und Hersteller dazu bringen, den Zuckergehalt ihrer Getränke zu reduzieren. Für eine Literflasche Cola könnte der Preis damit beispielsweise von 1,69 auf 2,07 Euro steigen. Das am Dienstag öffentlich gewordene Eckpunktepapier sah außerdem vor, dass auf gesüßte Getränke ohne Zucker, dafür mit Süßstoffen ebenfalls eine Steuer anfallen soll - dann zu einem geringeren Satz.
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) räumte die Pläne einen Tag später ab: "Was keinen Sinn ergibt, ist eine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke." Das Papier sei nur ein interner Arbeitsstand gewesen. An dem grundsätzlich angedachten Konzept wolle man aber festhalten. Das heißt: Auf zuckerhaltige Getränke dürfte bald eine Steuer anfallen. Das so eingenommene Geld könnte der klammen Staatskasse zugute kommen.
Was halten Sie von den Vorschlägen? Sind höhere Preise ein sinnvoller Anreiz für einen gesünderen Konsum? Würde die Steuer zu weit gehen, wenn auch zuckerfreie, aber durch Süßstoffe versetzte Getränke betroffen wären? Und würden Sie Ihr Einkaufsverhalten ändern, wenn süße Getränke teurer würden?
Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555).
Gast: Luise Molling, Expertin für Lebensmittelpolitik bei Foodwatch e.V.
Redaktion: Birgit Becker und Julia Lührs
Sendung: WDR 5, Tagesgespräch, 27.08.2026, 12:10 Uhr