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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Der Heißluftballon "Preußen" startet in Berlin-Tempelhof

31.07.1901: Ballonfahrt führt zur Entdeckung der Stratosphäre

Eine riskante Expedition bringt zwei deutsche Forscher an ihre Grenzen - und verändert das Verständnis der Atmosphäre grundlegend. Mit Folgen für die Klimaforschung.


In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:

  • wie eine Ballonfahrt im Kaiserreich zum wissenschaftlichen Großereignis wird,
  • warum zwei Meteorologen ihr Leben riskieren, um Messdaten aus extremen Höhen zu gewinnen,
  • welche überraschende Beobachtung das damalige Wissen über die Atmosphäre infrage stellt,
  • weshalb bald unbemannte Ballone bald als verlässliche Messinstrumente gelten,
  • wie daraus die Entdeckung einer neuen Atmosphärenschicht entsteht.

Zwei Mitarbeiter des Königlich Preußischen Meteorologischen Instituts haben sich vorgenommen, in eine Höhe vorzudringen, in der zuvor noch nie ein Mensch gewesen ist: Arthur Berson und Reinhard Süring. Sie starten von Berlin aus mit einem riesigen Gasballon mit dem Namen "Preußen". Er ist der größte im Kaiserreich.

Bis zur Höhe von 9.000 Metern verläuft der Aufstieg einigermaßen problemlos. Dann wird das Schlafbedürfnis immer größer, weil der Sauerstoffgehalt immer mehr abnimmt. Kurz bevor die beiden Männer in Ohnmacht fallen, gelingt es, den Sinkflug einzuleiten. Das rettet ihnen das Leben - und die Messergebnisse. Das ermöglicht ein neues Bild der Atmosphäre, das bis heute Forschung und Klimadebatten prägt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Frank Beyrich (Meteorologe, Reinhard-Süring-Stiftung, Deutscher Wetterdienst)
  • Arthur Berson und Reinhard Süring: Ein Ballonaufstieg bis 10.500 m. Illustrierte Aeronautische Mitteilungen, Heft 4. Berlin 1901
  • Guy Brasseur: The Air and its Secrets. Les Ulis bei Paris 2025

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin : Daniela Wakonigg
Redaktion: Sefa Inci Suvak
Technik: Moritz Raestrup