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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Portrait von Dr. Fridtjof Nansen, 1920

10.10.1861: Geburtstag des norwegischen Polarforschers Fridtjof Nansen

Fridtjof Nansen will den Nordpol erreichen und wird dabei zum Helden. Später hilft er Hunderttausenden Staatenlosen mit dem "Nansen-Pass".


In diesem Zeitzeichen erzählt Marfa Heimbach:

  • warum die Osloer Presse von Fridtjof Nansen berichtet, er sei "nicht bei Sinnen",
  • warum ein zufälliges Treffen im Eis nach drei Jahren über Leben und Tod entscheidet,
  • wie Nansen ganz nebenbei das Skilaufen auf dem europäischen Kontinent populär macht.

Fridtjof Nansen sucht das Abenteuer im Eis. Mit 27 Jahren durchquert der Norweger als erster Mensch Grönland. Wenige Jahre später wagt er eine noch kühnere Expedition: Er lässt sein eigens konstruiertes Schiff "Fram" im Packeis einfrieren und hofft, mit der Strömung über den Nordpol zu treiben. Der Plan geht nicht auf – doch alle 13 Männer kehren lebend zurück.

Später wendet sich Nansen der Politik und humanitären Arbeit zu. Nach dem Ersten Weltkrieg setzt er sich für Kriegsgefangene, Flüchtlinge und Staatenlose ein. Als Hochkommissar des Völkerbunds entwickelt er den "Nansen-Pass", ein Identitäts- und Reisedokument für Menschen ohne Staatsangehörigkeit. 1922 erhält er für seine internationale Hilfsarbeit den Friedensnobelpreis.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Prof. Dr. Markus Rex, Atmosphärenphysiker, Leiter der MOSAiC-Expedition des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven
  • Dr. Kathrin Kollmeier, Historikerin, Stiftung Humboldt-Forum, Berlin
  • Fridtjof Nansen: In Nacht und Eis, Wiesbaden 2026
  • Bernhard Nordahl und Frederick Hjalmar Johannsen: In Nacht und Eis - Wir Framleute - die Besatzung der Polar-Expedition erzählt, Hamburg 2019
  • Detlef Brennecke: Fridtjof Nansen, Hamburg 1990

Weiterführende Links:

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Die Macherinnen hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Marfa Heimbach
Redaktion: Sefa Inci Suvak