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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Henrietta Lacks, Krebspatientin und unfreiwillie Spenderin der HeLa-Zellen

04.10.1951: Todestag der Krebspatientin Henrietta Lacks

Die junge Mutter Henrietta Lacks aus Baltimore stirbt an Krebs. Dass ihr ohne Einwilligung Zellen entnommen werden, wirft ethische Fragen auf und verändert die Medizin nachhaltig.


In diesem Zeitzeichen erzählt Martina Meißner:

  • warum Henrietta Lacks als Afroamerikanerin kaum Möglichkeiten einer medizinischen Behandlung hat,
  • weshalb ihre Zellen als erste menschliche Zellen dauerhaft wachsen,
  • wie die sogenannten HeLa-Zellen auf der ganzen Welt verteilt werden,
  • welche medizinischen Durchbrüche die HeLa-Zellen ermöglichen,
  • warum Henrietta Lacks' Familie jahrzehntelang nichts von den entnommenen Zellen erfährt.

1951 wird bei Henrietta Lacks ein aggressiver Krebs am Gebärmutterhals festgestellt. Während ihrer Behandlung im Johns-Hopkins-Hospital entnehmen Ärzte eine Gewebeprobe, ohne die Afroamerikanerin darüber zu informieren. Die daraus gezüchteten Zellen entwickeln Eigenschaften, die die Forschung bis dahin nicht kennt: Sie sterben nicht ab und vermehren sich rasant.

Unter dem Namen "HeLa" werden die Zellen zu einem der wichtigsten Werkzeuge der modernen Medizin. Sie kommen bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zum Einsatz. Und sie legen die Basis der modernen Genforschung. Gleichzeitig macht ihre Geschichte deutlich, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt, soziale Ungleichheit und medizinische Ethik miteinander verbunden sind.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Rebecca Skloot (Wissenschaftsjournalistin und Autorin)
  • Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks. München 2010

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autorin: Martina Meißner
Redaktion: Ronald Feisel und Matti Hesse