Peter Schneider im Zweikampf

Sieg in Salzburg Kölner Haie feiern erfolgreiches CHL-Comeback

Stand:

Die Kölner Haie haben nach zwölf Jahren Abstinenz ihr Comeback in der Eishockey Champions League mit einem Sieg gekrönt.

Die Kölner Haie und Red Bull Salzburg haben am ersten Spieltag der Champions League ein rassiges Eishockey-Duell geliefert. Die Haie gewannen bei ihrer Rückkehr nach zwölf Jahren das Duell mit 5:2 (2:0, 2:2, 1:0). Patrick Russell (17.), Marcel Noebels (17.), Gregor MacLeod (30./44.) und Louis-Marc Aubry (40.) erzielten die KEC-Treffer. Für Salzburg waren Peter Schneider (24.) und Mario Huber (38.) erfolgreich.

Köln mit Doppelschlag

Die ersten Eisminuten nach zwölf Jahren Abstinenz konnten nicht nur die Haie-Profis kaum erwarten, auch die Fans hatten zahlreich die Reise nach Salzburg angetreten, um Köln international spielen zu sehen. Eine ganze Tribüne im Salzburger Eisstadion vereinnahmten die KEC-Anhänger für sich und machten von Beginn an ordentlich Stimmung.

Sportlich passierte zum Start eher wenig - bis Salzburg rund drei Minuten vor der Drittelpause in Unterzahl geriet. Die Kölner trafen daraufhin durch Russell zur Führung. Anders als in der DEL bleibt ein Team in der CHL nach einem Treffer die volle Strafzeit in Überzahl. Das nutzte der KEC eiskalt aus: Nur 29 Sekunden nach dem 1:0 erhöhte Neuzugang Noebels nach Ablage von Daniel Fischbuch.

Salzburg bleibt dran

Im zweiten Drittel jubelten dann die Österreicher als Erstes: Thomas Raffl setzte sich durch, legte ab und Schneider versenkte oben links gegen KEC-Torwart Janne Juvonen. Aber die Haie schlugen effizient zurück: MacLeod eroberte den Puck, marschierte mit Tempo Richtung Salzburger Tor und schoss oben rechts ein.

Dann wurde es ganz brenzlig, denn die Kölner gerieten in doppelte Unterzahl. Doch die Haie überstanden diese Zeit durch geschicktes Verteidigen, etwas Glück und dank des starken Juvonen im Tor. Aber der KEC kassierte erneut eine Strafe durch unnötige Härte, vorausgegangen war jedoch ein harter Check der Salzburger. Salzburg nutzte die Überzahl zum Anschluss durch Huber.

Viele Nickligkeiten auf dem Eis

Der KEC hatte dagegen größeren Gesprächsbedarf mit den Schiedsrichtern - Trainer Thomas Berglund zeigte sich sichtlich unzufrieden mit der Regelauslegung. Sportlich hatten die Kölner allerdings noch in Unterzahl die passende Antwort parat: Aubry schloss einen Konter mustergültig zum 4:2 ab.

Die Partie bot nun einiges an Emotionen und viele Nickligkeiten: Russell und Olivier Galipeau gerieten aneinander und ließen die Fäuste sprechen - es wirkte zwischenzeitlich fast wie eine Playoff-Partie in der DEL. Der Streit war die letzte nennenswerte Aktion im zweiten Abschnitt.

CHL-Auftaktsieg für Kölner Haie

NRW-Sport 03.09.2026 46 Sek. Verfügbar bis 02.09.2028 WDR Online

MacLeod setzt den Schlusspunkt

So wie das Mitteldrittel endete, begann der Schlussabschnitt: Dieses Mal hatten sich Brady Austin und Mathias Böhm mehr zu sagen. Anschließend gab es Strafzeiten - erst gegen Salzburg, danach gegen Köln. Irritiert zeigte sich der KEC davon nicht: Noebels eroberte die Scheibe in der Mitte, lief mit MacLeod alleine auf das Salzburger Tor zu und spielte es mit diesem zum fünften Tor aus.

Danach gab es spielerisch nicht mehr viel zu bestaunen, aber natürlich kam diese Partie nicht ohne weiteren Faustkampf aus: Nach einem Bandencheck von Kölns Juhani Tyrväinen legte sich dieser noch mit Luca Auer an. Beide mussten danach auf die Strafbank, der KEC-Profi verschwand aber in der Kabine und kehrte nicht mehr zurück.

Unsere Quellen:

  • Red Bull Salzburg - Kölner Haie bei Magenta

Sendung: WDR.de, "CHL-Auftaktsieg für Kölner Haie", 03.09.2026, 22:18 Uhr

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