Die Bochumerinnen hielten eine Halbzeit gut dagegen, konnten den favorisierten Bundesligisten trotz guter Ansätze aber nicht ärgern.
Vor 1.495 Zuschauern im Lohrheidestadion in Wattenscheid erzielte Michelle Ulbrich (44.) kurz vor der Pause das einzige Tor des Tages und schoss Bremen damit in die 2. Runde des DFB-Pokals.
Bochum hält mutig dagegen
Beide Tainerinnen wechselten ihre Anfangsformationen im Vergleich zu den letzten Ligaspielen ordentlich durch. Bei Werder nahm Friederike Kromp fünf Wechsel vor, Bochums Tainerin Kyla Malinowski tauschte das Personal auf vier Positionen.
Nachdem die ersten Minuten klar an die favorisierten Bremerinnen mit Chancen für Medina Desic (2.) und Elena Dhont (4.) gegangen waren, wurde Bochum mutiger und tauchte immer wieder im Bremer Sechzehner auf. In der 15. Minute musste Werder-Keeperin Vanessa Fischer erstmals ihr ganzes Können aufbieten, um einen Schuss von Adrienne Jordan zu parieren. Auf der anderen Seite verfehlte Dhont mit einem Kopfball nach einer Ecke das Tor (18.).
Ulbrich trifft kurz vor dem Pausenpfiff
In der Folge fand das Geschehen mehr im Mittelfeld statt, auch weil beide Teams defensiv gut standen und nicht viel zuließen. Die Bremerinnen kamen zwar auf wesentlich mehr Ballbesitz, bei den Torschüssen war das Spiel aber ausgeglichen. Gefährlich wurde es bei einer Ecke von Bochums Noemi Gentile, die fast am ersten Pfosten den Weg ins Tor gefunden hätte (31.).
Bremen kam erst in der 38. Minute wieder gefährlich vor das Bochumer Tor, die Direktabnahme von Desic ging aber deutlich drüber. Kurz darauf kam auch Lilli Purtscheller im Bochumer Strafraum zum Schluss, verfehlte das Tor aber ebenfalls (39.). Kurz vor der Pause belohnte sich Werder für diese Drangphase mit dem 1:0 durch Kapitänin Ulbrich, die nach einer Ecke am zweiten Pfosten per Kopf traf.
Bremen dominiert nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel spielte zunächst nur Werder Bremen und drängte auf das 2:0. Bochum kam nun kaum noch hinten heraus. Immer wieder wurde bei den Gästinnen Purtscheller gesucht, die jedoch einfach kein Glück im Abschluss hatte.
VfL-Trainerin Malinowski reagierte auf die klare Unterlegenheit ihres Teams mit einem Dreifachwechsel in der 67. Minute. Alina Angerer, Sarah Freutel und Rana Okuma kamen neu in die Partie. Die nächste Gelegenheit hatte aber erneut Purtscheller, die in der 69. Minute aus der Distanz genau in die Arme von VfL-Torhüterin Kari Närdemann schoss.
Bochum bemüht, aber ungefährlich
Trotz des knappen Vorsprungs verwaltete Werder die Führung souverän und ließ gar keine Bochumer Torchancen mehr zu. Stattdessen hatte die eingewechselte Mei Shimada nochmal eine gute Gelegenheit für Werder (85.). Kurz darauf fehlten auch Purtscheller bei einer flachen Hereingabe zentral vor dem Tor nur Zentimeter für das 2:0 (86.).
In den Schlussminuten warf Bochum noch einmal alles nach vorne, wodurch sich vor allem für Bremen Chancen im Minutentakt ergaben. Konter um Konter rollte auf das Bochumer Tor auf, Werder ließ jedoch die nötige Präzision vermissen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
Unsere Quelle:
- Spiel VfL Bochum gegen Werder Bremen am 26.9.2026
Sendung: WDR.de, "Bochum verliert im DFB-Pokal gegen Bremen", 26.09.2026, 18.22 Uhr