Michael Tönnies

Michael Tönnies - eine MSV-Legende bleibt in Erinnerung

Stand:

Michael Tönnies war eine der prägenden Figuren in der Geschichte des MSV Duisburg. Auch neun Jahre nach seinem Tod ist die Vereinslegende beim MSV omnipräsent.

"Die Fans und der der Verein, die haben mir mein Leben zurückgegeben, und deswegen werde ich den Leuten hier immer dankbar sein", sagte einst Michael Tönnies.

Über 100 Tore für den MSV

Michael Tönnies

Die Duisburger Vereinslegende spielte zwischen 1987 und 1992 beim MSV und erzielte in 179 Spielen mehr als 100 Tore. Mit seiner Leidenschaft für den Verein und seinen Toren führte Tönnies den Meidericher Spielverein erst aus der Oberliga in die 2. Liga und zwei Jahre später sogar in die Bundesliga.

Tönnies erleidet schwere Krankheit

Nach seinem Karriereende eröffnete Tönnies eine Gaststätte, wurde kurz darauf wegen großer finanzieller Probleme Angestellter in der Glas- und Gebäudereinigungsfirma seines Vaters.

Anfang der 2000er Jahre erkrankte Tönnies an einem lebensbedrohlichen Lungenemphysem, der ihm seinen Lebenswillen raubte. "Als man gehört hat, dass es dem Micha gesundheitlich so schlecht geht, haben wir gedacht, Dem müssen wir mal irgendwie aufmuntern", sagt Nicki Beaujean, die zusammen mit Freunden Tönnies zurück in die Öffentlichkeit brachte, in der WDR-Dokumentation "Meine Heimat. Mein Verein. Duisburg und der MSV".

Meine Heimat. Mein Verein. Duisburg und der MSV

Heimatflimmern 31.07.2026 43:20 Min. AD Verfügbar bis 28.07.2027 WDR Von Wilm Huygen

"Und so kam dann der Anstoß für ihn, dass er gemerkt hat: Hey, es gibt ja Leute, denen bin ich doch noch wichtig. Und als dann so Mut von allen Seiten kam, war das dann noch schwerer mit dem Aufgeben für ihn. Die Gelegenheit haben wir ihm gar nicht mehr gelassen", sagt Beaujean.

Michael Tönnies (l.) mit Stadionsprecher Stefan Leiwen (r.)

Nach einer erfolgreichen Lungentransplantation wurde Tönnies wieder ein aktiver Teil der MSV-Familie und für einige Zeit Co-Stadionsprecher.

Ein Hörbuch soll an Tönnies erinnern

Im Januar 2017 verstarb Tönnies an einer Lungenembolie. "Ich war wirklich geschockt, als ich vom Tod gehört habe. Und er wird immer noch verehrt und das völlig zu Recht. Ich hoffe, er findet irgendwann mal einen Nachfolger, der es ihm gleichtut und so viele Tore schießt wie möglich", sagt Comedian und MSV-Fan Markus Krebs in der Dokumentation.

Zusammen mit ihrer Tochter war Nicki Beaujean bemüht, dass Tönnies auch neun Jahre nach seinem Tod nicht vergessen wird. In einem Tonstudio produzierte sie ehrenamtlich ein Hörbuch des vergriffenen Buch-Portraits von Tönnies.

"Wir möchten damit eigentlich hörbare Geschichte machen. Da es das Buch so nicht mehr gibt, hoffen wir, damit die Geschichte von Micha einfach unsterblich zu machen."

Unsere Quellen:

  • WDR-Dokumentation "Meine Heimat. Mein Verein. Duisburg und der MSV"

Sendung: WDR.de, "Meine Heimat. Mein Verein. Duisburg und der MSV", 29.07.2026, 20 Uhr

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